Deutschland – 1400 Polizisten stürmen bei Terror-Razzia über 80 Gebäude
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Deutschland1400 Polizisten stürmen bei Terror-Razzia über 80 Gebäude

Am frühen Mittwochmorgen waren in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen über etliche Beamte an einem Grosseinsatz beteiligt. Zehn Personen wurden festgenommen.

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Über 1400 Polizistinnen und Polizisten waren am frühen Mittwochmorgen für eine grossangelegte Razzia in drei Bundesländern im Einsatz.

Über 1400 Polizistinnen und Polizisten waren am frühen Mittwochmorgen für eine grossangelegte Razzia in drei Bundesländern im Einsatz.

Christoph Petersen/dpa
Am Einsatz in Nordrhein-Westfalen, Bremen und Niedersachsen nahmen auch mehrere Teams des Spezialeinsatzkommandos sowie Zollfahnderinnen und Zollfahnder und Staatsanwältinnen und Staatsanwälte teil.

Am Einsatz in Nordrhein-Westfalen, Bremen und Niedersachsen nahmen auch mehrere Teams des Spezialeinsatzkommandos sowie Zollfahnderinnen und Zollfahnder und Staatsanwältinnen und Staatsanwälte teil.

Christoph Petersen/dpa
Bei der Durchsuchung von 80 Gebäuden wurden insgesamt zehn Personen festgenommen.

Bei der Durchsuchung von 80 Gebäuden wurden insgesamt zehn Personen festgenommen.

Christoph Petersen/dpa

Darum gehts

  • Am frühen Mittwochmorgen führte die deutsche Polizei in drei Bundesländern einen Grosseinsatz durch.

  • Insgesamt waren 1000 Polizistinnen und Polizisten beteiligt, 80 Häuser wurden gestürmt.

  • Zehn zur Fahndung ausgeschriebene Personen wurden verhaftet, insgesamt wird gegen 70 Personen ermittelt.

  • Es geht um Millionen Euro, die Beschuldigten werden wegen Geldwäsche, Hawala-Banking und Terror-Finanzierung verdächtigt.

In Deutschland führte die Polizei in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch einen Grosseinsatz mit 1000 beteiligten Beamtinnen und Beamten durch. Die Aktion gegen Geldwäsche und Terror-Finanzierung lief um vier Uhr morgens gleichzeitig in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen an. Wie die Düsseldorfer Polizei mitteilt, durchsuchten die Gesetzeshüter zusammen mit Steuerfahnderinnen und Steuerfahndern und Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft über 80 Häuser, Büros und Geschäftsgebäude.

Der Einsatz, an dem auch mehrere Teams des Spezialeinsatzkommandos teilnahmen, galt Mitgliedern eines international tätigen Netzwerks für Geldwäsche und sogenannten Hawala-Geldtransfers, die bargeldlos erfolgen und ohne Genehmigung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht illegal sind.

300’000 Euro im Turnbeutel

Bei den Hausdurchsuchungen wurden elf Haftbefehle vollstreckt. Vorausgegangen waren monatelange Vorbereitungen der Kriminalpolizei und der Staatsanwaltschaft Düsseldorf. Insgesamt laufen Ermittlungen gegen 67 Verdächtige, darunter 44 Syrer, zehn Deutsche, vier Jordanier und vier Libanesen, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Die Razzia wurde zu früher Stunde durchgeführt, damit die Beschuldigten nicht die Möglichkeit hatten, belastende Daten auf Mobiltelefonen und Computern zu vernichten. Beim Einsatz konnten Autos, Geld und Gold im Wert von mehr als drei Millionen Euro sichergestellt werden, der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul sprach gegenüber der dpa denn auch von einem «verdammt dicken Ding».

Den Beschuldigten werden neben Geldwäscherei, Steuerhinterziehung und Sozialleistungsbetrug diverse weitere Delikte vorgeworfen. Ausgangspunkt der Ermittlungen war ein Autounfall im Mai 2020. Weil sich die Insassen verdächtig verhielten, durchsuchten die Beamten das Fahrzeug und fanden in einem Turnbeutel 300’000 Euro.

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(AFP/bho)

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