Aktualisiert 08.07.2019 17:19

Graffiti-Hauptstadt11,6 Mio. Franken Schaden durch Sprayer

Sprayer richten in Bern Jahr für Jahr einen Millionenschaden an. In den letzten fünf Jahren wurde der Kantonspolizei ein Sachschaden von 11,6 Millionen Franken gemeldet.

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Die Polizei kennt laut Gemeinderat viele Sprayer-Gangs, da sie über «spezialisierte Graffitikoordinatoren» verfüge.

Die Polizei kennt laut Gemeinderat viele Sprayer-Gangs, da sie über «spezialisierte Graffitikoordinatoren» verfüge.

Instagram/graffitibern
Die Täter werden in etwa acht Prozent aller Fälle ermittelt.

Die Täter werden in etwa acht Prozent aller Fälle ermittelt.

Instagram/graffitibern
Züge sind bei Sprayern besonders begehrt.

Züge sind bei Sprayern besonders begehrt.

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Bei der Kantonspolizei gehen jährlich zwischen 2200 und 2600 Anzeigen wegen Sprayern ein. Die durchschnittliche Schadenssumme beträgt knapp 1000 Franken pro Fall. Insgesamt wurde der Kapo Bern in den letzten fünf Jahren 11,6 Mio. Franken Schaden durch Sprayer gemeldet. Die Polizei kennt laut Gemeinderat viele Sprayer-Gangs, da sie über «spezialisierte Graffitikoordinatoren» verfüge. Die Täter werden in etwa acht Prozent aller Fälle ermittelt.

Die Stadt teilt die Ansicht, dass Sprayereien entfernt werden müssen – sonst sinke die Hemmschwelle für neue Verschmutzungen. Deshalb engagiere sich die Stadt zusammen mit der Gebäudeversicherung, den Hauseigentümern und dem City-Verband im Verein CasaBlanca.

Innerhalb 48 Stunden entfernt

Dieser hat sich zum Ziel gesetzt, Sprayereien und Graffitis möglichst innerhalb von 48 Stunden entfernen. Die Tätigkeit des Vereins habe das Stadtbild bereits wesentlich verbessert, schreibt der Gemeinderat.

Er weist auch darauf hin, dass die Stadt legale Wände zum Sprayen zur Verfügung stellt, beispielsweise auf der Bodenweid im Westen von Bern. Doch die Erfahrung zeige, dass diese Massnahme das illegale Sprayen und Taggen kaum eindämme.

(SDA)

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