Quarantäne an Hotelfachschule: 11 Corona-Fälle nach illegalen Partys – «wir rechnen mit weiteren»

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Quarantäne an Hotelfachschule11 Corona-Fälle nach illegalen Partys – «wir rechnen mit weiteren»

In Lausanne müssen 2500 Studierende in Quarantäne, nachdem sich mindestens elf Personen mit dem Coronavirus angesteckt haben. Laut Kantonsarzt rechnet man mit noch mehr Fällen.

von
Bianca Lüthy

Darum gehts

  • 2500 Studierende der Hotelfachschule Lausanne unterstehen der Quarantäne-Pflicht.
  • Dies nachdem sich mindestens elf Personen mit dem Coronavirus angesteckt haben.
  • Der Ausbruch soll im Zusammenhang mit mehreren Lockdown-Partys stehen.
  • Diese hatten Studierende aufgrund der strengeren Corona-Massnahmen im Kanton Waadt ins Leben gerufen.

2500 Studierende der Hotelfachschule Lausanne müssen in Quarantäne. Das teilt der Kanton Waadt am Mittwoch mit. Von der Quarantäne-Pflicht soll der gesamte Bachelor-Studiengang betroffen sein.

Laut Kanton haben erste Untersuchungen ergeben, dass der Ausbruch mit einer oder mehreren Partys in Lausanne in Zusammenhang stehen könnte. Karim Boubaker, zuständiger Kantonsarzt in Waadt, sagt gegenüber 20 Minuten: «Bis jetzt sind 11 Personen positiv getestet worden und wir rechnen mit weiteren.»

Er nennt auch den Grund, warum man so viele Personen in Quarantäne geschickt hat: «Die Studierenden haben von Mittwoch- bis Samstagabend diverse Partys veranstaltet und hatten viel Kontakt untereinander. Es ist unmöglich für uns, das zurückzuverfolgen.»

Lockdown-Partys von Studierenden organisiert

Als der Kanton Waadt am 15. September bekannt gab, strengere Corona-Massnahmen per 17. September zu erlassen, wurden mehrere Lockdown-Partys organisiert und auf Instagram beworben.

Auch das Veranstaltungs-Komitee der Hotelfachschule hatte eine Party am letzten Mittwoch beworben: «Leider können wir ab morgen nicht mehr in einen Club gehen bis Ende November. Wir sehen uns im Club D! heute Abend. Das wollt ihr nicht verpassen.» Laut einer Studentin müssen Studentenkomitees sämtliche Veranstaltungen von der Hochschule absegnen lassen. Gemäss «Blick» bestritt die Schule jedoch, dass sie etwas mit der Organisation zu tun gehabt habe.

Der Instagram-Post, der die Lockdown-Party bewarb, ist seither nicht mehr auf dem Profil der Schule zu finden. Wie der Kantonsarzt sagte, wurde nicht nur am Mittwoch ausgiebig Party gemacht. Auch von Donnerstag bis Samstag wurde der Partymarathon fortgesetzt, obwohl am Donnerstag 17. September die strengeren Corona-Massnahmen im Kanton Waadt in Kraft getreten sind. Dabei hatte der Kanton Waadt private Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen ab Donnerstag verboten und solche Veranstaltungen illegal gemacht.

Die Hotelfachschule sagte gegenüber 20 Minutes, man wolle alle nötigen Sicherheitsmassnahmen zum Schutz der Studierenden ergreifen. Die Schüler müssen bis am 28. September in Quarantäne bleiben. Die Lektionen finden weiterhin statt, jedoch nur Online.

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