Kanton Zug: 11- und 12-jährige Mädchen auf Einbruchstour
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Kanton Zug11- und 12-jährige Mädchen auf Einbruchstour

Die Zuger Polizei hat ein elf- und ein zwölfjähriges Mädchen verhaftet, die in ein Haus einbrechen wollten. Sie waren aus einem Roma-Camp in Frankreich in die Schweiz gereist.

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hal

Am helllichten Tag haben die beiden Mädchen am Montag versucht, in ein Mehrfamilienhaus in Unterägeri ZG einzusteigen. Ein Mann beobachtete die jungen Einbrecherinnen aber. Als er sie ansprach, rannten die Mädchen davon. Der Mann holte sie jedoch ein, hielt sie fest und alarmierte die Polizei, die die Mädchen festnahm.

Laut eigenen Angaben sind die Mädchen erst elf und zwölf Jahre alt. «Sie sagten, sie kämen aus einem Roma-Camp in Frankreich und seien vor Kurzem in die Schweiz eingereist», so Marcel Schlatter, Sprecher der Zuger Strafverfolgungsbehörden. Die Jung-Einbrecherinnen wurden der Staatsanwaltschaft übergeben. Zur Zeit sitzen sie hinter Gittern. Eine Untersuchung läuft. Was mit den Mädchen passiert, ist noch unklar.

Schon zehnjährige Einbrecher

Dass so junge Einbrecher geschnappt werden, ist zwar selten. Die jüngsten Einbrecherinnen der Schweiz sind die Französinnen aber nicht: 2011 verhaftete die Freiburger Polizei ein zehn Jahre altes Roma-Mädchen, das zusammen mit einer 13-jährigen Komplizin in zwei Wohnungen eingestiegen war und Schmuck sowie Bargeld gestohlen hatte. Die beiden wurden mit der Auflage freigelassen, in ihr Camp in Frankreich zurückzukehren.

Im Juni dieses Jahres waren zwei Mädchen (zwölf- und 14-jährig) sowie ein Knabe (14) aus Italien dabei beobachtet worden, wie sie in Gisikon LU um ein Haus schlichen. Die Kinderbande flüchtete – nicht zu Fuss, sondern mit einem Auto. Sie lieferte sich eine Verfolgungsjagd mit der Polizei, bis sie verhaftet werden konnte. Erst vor einem Monat schnappte die Schaffhauser Polizei zudem einen 14-jährigen Serientäter, der bei mehr als einem Dutzend Einbrüche Elektrogeräte und Bargeld erbeutet hatte.

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