Griechenland: 110 Milliarden-Euro-Hilfe ist beschlossen

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Griechenland110 Milliarden-Euro-Hilfe ist beschlossen

Die Finanzminister der Eurozone haben sich auf ein milliardenschweres Finanzpaket geeinigt, um Griechenland vor dem Schuldenkollaps zu retten.

Der griechische Finanzminister Giorgos Papakonstantinou.

Der griechische Finanzminister Giorgos Papakonstantinou.

Die Staaten der Euro-Zone wollen das hochverschuldete Griechenland mit einer beispiellosen Milliarden-Finanzhilfe vor dem Ruin bewahren. Die Finanzminister beschlossen bei einem Sondergipfel eine dreijährige Notfinanzierung über 110 Milliarden Euro für das Land.

«Wir haben entschieden, die Kredite für Griechenland zu aktivieren», teilte der Vorsitzende der Eurogruppe, Jean-Claude Juncker, am Sonntag in Brüssel mit. Im Gegenzug muss die Regierung in Athen einen drakonischen Sparplan im Umfang von 30 Milliarden Euro umsetzen.

Euroländer übernehmen 80 Millionen

Die Länder der Euro-Gruppe stellen nach dem Beschluss insgesamt 80 Milliarden Euro bereit. 30 Milliarden Euro kommen vom Internationalen Währungsfonds (IWF). Die ersten Zahlungen sollen noch vor dem 19. Mai erfolgen, wenn griechische Schulden fällig werden.

«Wir sind zuversichtlich, dass unsere Hilfe ausreicht, um alle griechischen Zahlungsverpflichtungen bis 2012 sicherzustellen», sagte Luxemburgs Premierminister Juncker weiter. Im laufenden Jahr sind maximal 30 Milliarden Euro vorgesehen.

Die Finanzminister der 15 anderen Staaten mit Eurowährung beschlossen die Zahlungen nach mehr als dreistündigen Beratungen. Alle drei Monate soll geprüft werden, ob die Athener Regierung mit ihren Sanierungsmassnahmen im Plan liegt. Die Sparmassnahmen waren zwischen dem IWF, der Eurogruppe, der Europäischen Zentralbank (EZB) und Athen vereinbart worden. (sda)

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