Aktualisiert 05.02.2013 12:17

Schmuggel1100 Tonnen Lebensmittel am Zoll gestoppt

271 Tonnen Früchte und Gemüse wurden im vergangenen Jahr vom Zoll an der Grenze beschlagnahmt. Beim Schmuggel von Medikamenten wird die Liste von Viagra & Co. angeführt.

von
whr
1100 Tonnen Lebensmittel sind 2012 am Zoll abgefangen worden, was rund 4,3 Millionen Franken hinterzogene Abgaben bedeutet.

1100 Tonnen Lebensmittel sind 2012 am Zoll abgefangen worden, was rund 4,3 Millionen Franken hinterzogene Abgaben bedeutet.

Die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) hat im vergangenen Jahr 23,77 Milliarden Franken eingenommen; das ist mehr als je zuvor, wie die EZV am Dienstag am Zoll im st. gallischen St. Margrethen bekannt gab. Die EVZ will den organisierten Schmuggel bekämpfen.

«Wenn wir von der Bekämpfung des Schmuggels reden, dann meinen wir damit den gross angelegten, gewerbsmässig organisierten Schmuggel», sagte Oberzolldirektor Rudolf Dietrich vor den Medien. Bei Lebensmitteln gehe es dabei um Schmuggelfälle von mehr als 200 Kilogramm. 2012 hat der Zoll in rund 7200 solcher Fälle ermittelt.

Fast 40 Prozent mehr Zigaretten

Dabei wurden 1100 Tonnen geschmuggelte Lebensmittel nachgewiesen. Am meisten geschmuggelt wurden Früchte und Gemüse. Beim Schmuggel von Zigaretten verzeichnete der Zoll einen Zuwachs von 39 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Geschmuggelt wurden im vergangenen Jahr aber auch deutlich mehr Waffen, mehr gefälschte Dokumente und Drogen.

Bei den Heilmittel meldete der Zoll 1079 verdächtige Heilmittelimporte an Swissmedic. An der Spitze der Liste stehen Erektionsförderer, Schlankheitsmittel und Muskelaufbaupräparate.

Viel mehr Bodypacker

Die Zahl der an der Grenze angehaltenen Bodypacker hat im Jahr 2012 um rund 40 Prozent zugenommen. Von insgesamt 192 an der Grenze gestoppten Drogenkurieren waren deren 105 so genannte Bodypacker. Als Bodypacking wird das Verschlucken von Drogen zum Zweck des Transportes bezeichnet.

Deutlich zugenommen haben 2012 auch die Feststellungen von rechtswidrigen Aufenthalten: Im vergangenen Jahr haben die Grenzwachtkorps 10'965 Personen angehalten, die rechtswidrig eingereist waren oder sich illegal in der Schweiz oder im Schengenraum aufgehalten hatten - knapp doppelt so viele wie 2011. (whr/sda)

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