Rekrutenschule: 112 junge Männer zu gefährlich fürs Militär
Aktualisiert

Rekrutenschule112 junge Männer zu gefährlich fürs Militär

Die Winter-RS ist auch dieses Jahr gut belegt: Die Armee rechnet mit 8800 Einrückenden. 112 wurden allerdings zurückgewiesen, da sie eine Gefahr darstellen könnten.

Die 112 angehenden Soldaten fielen bei der Risikoprüfung durch. Mittels dieser wird seit Anfang Jahr eruiert, ob eine strafrechtliche Verurteilung vorliegt oder ein Strafverfahren hängig ist. Bei der Sommer-RS hatten 93 Personen die Risikoprüfung nicht bestanden, bei der Frühlings-RS deren 43.

Noch nie seit dem Start der Armee XXI und seit der Einführung der Winter-RS im Jahre 2004 seien so viele Einrückenden erwartet worden, sagte Christoph Brunner, Informationschef Verteidigung, auf Anfrage. Der bisherige Rekord lag bei der Winter-RS 2009 mit 8500 Einrückenden.

In die Winter-RS des Vorjahres waren 8500 Rekruten eingerückt. Die Winter-Rekrutenschule sei immer besser belegt als die Frühlings- oder die Sommer-RS, sagte Christoph Brunner, Informationschef Verteidigung, auf Anfrage. Diese Zeitperiode komme vor allem Studenten und Schülern entgegen. Letzten Frühling waren 7600, im Sommer 7400 Einrückende angemeldet.

Angesichts des grossen Andrangs zur Winter-RS rechnet die Armee für alle 27 Schulen mit einer maximalen Auslastung. Sehr hohe Einrückungsbestände haben laut VBS die Schulen der Infanterie, der Panzer-, Genie-, Sanitäts- und Flabtruppen sowie die Bereiche Verkehr und Transport, Führungsunterstützung Luftwaffe und Infrastruktur/Hauptquartier (Infra/HQ).

Umteilungen

Möglicherweise überbelegt ist die Infra/HQ RS 35, wie Brunner sagte. Am Einrückungstag war deshalb ein Rekrutierungsoffizier vor Ort, um für einen Bestandesausgleich zu sorgen. Einzelne Rekruten würden in der Folge noch in eine andere Schule umgeteilt. Diese Situation sei jedoch nichts Ungewöhnliches, sagte Brunner.

Mit den Umteilungen kann sichergestellt werden, dass kein Rekrut wegen fehlender Ausbildungskapazität nach Hause geschickt werden muss. Die definitiven Rekrutenbestände und die Anzahl der Entlassenen nach der ersten RS-Woche werden frühestens ab Mitte November bekannt sein. (sda)

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