12 Tipps für nachhaltigen Wintersport

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Natur schonen12 Tipps für umweltfreundliche Wintersportler

Wintersport gilt nicht gerade als umweltfreundlich. Besonders die An- und Abreise belasten die Umwelt. Doch es gibt ein paar Tricks, damit du beim Winterspass die Natur weniger belastest.

von
Jan Graber
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Trauriges Bild für Wintersportfans: In tieferen Lagen ist Skifahren nur mithilfe künstlicher Beschneiung möglich – was immensen Wasser- und Energieverbrauch zur Folge hat.

Trauriges Bild für Wintersportfans: In tieferen Lagen ist Skifahren nur mithilfe künstlicher Beschneiung möglich – was immensen Wasser- und Energieverbrauch zur Folge hat.

REUTERS

Darum gehts

  • Wintersport belastet die Umwelt.

  • Am meisten CO2 entsteht bei der An- und Abreise.

  • Immer mehr Skiregionen bieten nachhaltigen Wintersport.

  • Du kannst auch persönlich einiges dafür tun, dass du die Umwelt trotz Schneespass weniger belastest.

Sind die grünen Bergwiesen in den Schweizer Alpen in den ersten Januarwochen eine Folge der Klimaerwärmung? Die Wahrscheinlichkeit ist gross, selbst wenn temporäre Launen der Natur ebenfalls eine Rolle spielen. Fakt ist: Nie zuvor waren Anfang Januar solche Temperaturen gemessen worden. Nie zuvor blieben die Hänge mitten im Winter so hoch hinauf grün.

Während manche das milde Wetter begrüssen, haben andere den Schaden: Allergiker und Allergikerinnen leiden unter der verfrühten Pollenproduktion, Skipisten werden wegen fehlenden Schnees geschlossen, die Wintersport-Gäste vermissen den Spass im Weiss.

Wintersport zählt zudem nicht zu den umweltfreundlichsten Vergnügungen. Am meisten CO2-Emissionen erzeugt beispielsweise die Anreise – besonders, wenn für den Ski-Tag das Auto genommen wird. Schneekanonen gehören definitiv auch nicht zu den Hilfsmitteln, die Ressourcen schonen.

Entsprechend kannst du einiges zum umweltschonenderen Wintersport-Vergnügen im Schnee beitragen – sodass Letzteres in Zukunft nicht ganz ausbleibt.

#01 – Umweltfreundlich anreisen

Eine Studie der ETH ist zum Schluss gekommen, dass 75 Prozent des CO2-Ausstosses während eines einwöchigen Skiurlaubs von der An- und Abreise stammen. Mit dem Zug statt mit dem Auto zu reisen, hat entsprechende Auswirkungen auf den CO2-Fussabdruck.

#02 – Skiausrüstung mieten

Skis, Helme, Skischuhe und Handschuhe eignen sich hervorragend zur Miete. Das Plus: Du kommst in den Genuss der technologisch neusten und gut gewarteten Ausrüstung.

#03 – Nur auf Naturschnee fahren

Die künstliche Beschneiung verbraucht Millionen von Litern Wasser und eine Menge Energie. Meide Skiregionen, die übermässig auf künstliche Beschneiung setzen. Fahr höher hinauf oder gehe nur dann Skifahren und Snowboarden, wenn echter Schnee liegt.

#04 – Lokale Angebote nutzen

In den Alpenländern sind wir in der komfortablen Position, eigene Berge und Wintersport-Regionen zu haben – die man bequem mit dem Zug erreicht. Je näher der Skiort liegt, umso leichter ist dein CO2-Fussabdruck.

#05 – Nachhaltige Skigebiete wählen

Viele Skiregionen wissen, dass nur Nachhaltigkeit ihr Geschäftsmodell langfristig schützt. Auf Myswitzerland.com findest du elf Gebiete, die in den Umweltschutz investieren. Unter Alpine Pearls haben sich zudem 19 Skigebiete in Österreich, Italien, Slowenien und Deutschland mit nachhaltigem Angebot zusammengeschlossen.

#06 – Skiwandern, statt ziehen lassen

Schlepplifte sind langsam und schlecht für den Boden. Sessellifte und Gondeln haben diesbezüglich weniger Auswirkungen, doch auch sie brauchen Strom. Einige Betreiber beziehen den Strom mittlerweile aber aus eigenen Solar-, Wind- und Wasserkraft-Anlagen. Wähle deine Pisten entsprechend. Noch besser: Skiwandere selbst den Hügel hoch.

#07 – Nachhaltig übernachten

Immer mehr Hotels, Pensionen und Appartements sind mit Gütesiegeln für Nachhaltigkeit ausgezeichnet. Auf Onlineportalen wie ibex fairstay in der Schweiz, Viabono in Deutschland oder dem österreichischen Umweltzeichen findest du sie. GoodTravel , Ecobnb oder Bookitgreen bieten zusätzliche umweltfreundliche Übernachtungsmöglichkeiten.

#08 – Faire Wintersport-Kleidung tragen

Achte beim Kauf der Winterkleidung möglichst auf eine chemiefreie und faire Produktion. Marken wie Patagonia, Vaude oder Jack Wolfskin sind bekannt für ihre nachhaltige Produktionsweisen. Nutze auch Wintersport-Flohmärkte, um Abfall zu vermeiden.

#09 – Auf den Pisten bleiben

So verführerisch der Tiefschnee lockt: Bleib auf der Piste, statt Wildtiere aufzuschrecken und das feine ökologische Gleichgewicht zu stören. Flora und Fauna brauchen Bereiche, in denen sie auch im Winter ungestört sind.

#10 – Après-Ski im Tal

Geniess das Après-Ski im Tal statt auf dem Gipfel. Jede Flasche, die in die Höhe transportiert werden muss, braucht Energie.

#11 – Müll mitnehmen

Lass keinen Müll auf der Piste liegen, auch nicht unter dem Schnee. Spätestens im Frühling belasten Plastik, Dosen und andere Abfälle die Wiesen und gefährden die Tiere.

#12 – Anzahl der Winterreisen reduzieren

Gehe lieber ein-, zweimal richtig und während längerer Zeit Skifahren, als mehrere Tagesausflüge mit entsprechend höherem CO2-Ausstoss zu unternehmen. 

Wie fährst du zum Skifahren oder Snowboarden?

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