Oscars 2014: «12 Years a Slave» ist der beste Film
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Oscars 2014«12 Years a Slave» ist der beste Film

In diesem Jahr waren die Oscars zum ersten Mal seit Jahren wieder richtig spannend. Zwei grosse Gewinner gab es in der Nacht auf heute: «Gravity» und «12 Years a Slave».

von
ale

Der Favorit "12 Years A Slave" hat den Oscar für den besten Film geholt. (Video: Reuters)

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Zum ersten Mal in der Geschichte der Academy Awards gewann das Werk eines schwarzen Regisseurs in der Hauptkategorie. Am meisten Oscars – sieben – räumte das Weltraumdrama «Gravitiy» ab. Der zweite grosse Gewinner war «12 Years a Slave»: Der Film des Briten Steve McQueen basiert auf einer wahren Geschichte und erzählt das tragische Schicksal eines Sklaven. Für den von Brad Pitt mitproduzierten Film gab es insgesamt drei Oscars. Das Historiendrama handelt vom Leben des Mitte des 19. Jahrhunderts in die Sklaverei verschleppten Afroamerikaners Solomon Northup, der über sein Martyrium einst eine Autobiografie verfasst hat.

«Ich widme diesen Preis allen Menschen, die jemals unter Sklaverei gelitten haben, und den 20 Millionen Menschen, die noch heute darunter leiden», sagte «12 Years a Slave«-Regisseur McQueen in seiner Dankesrede. Die Kenianerin Lupita Nyong'o wurde für ihre Rolle in dem Film als beste Nebendarstellerin geehrt. Eine weitere Auszeichnung gab es für das beste adaptierte Drehbuch.

Auszeichnung in technischen Kategorien

Das Weltraumdrama «Gravity» bekam unter anderem eine Trophäe für den Regisseur Alfonso Cuarón. Er ist der erste Mexikaner, der den Regie-Oscar gewann. Sein in 3-D gedrehtes Weltraum-Spektakel sicherte sich ausserdem zahlreiche Nebenauszeichnungen wie für die beste Kamera und den besten Schnitt.

Die Australierin Cate Blanchett nahm ihren zweiten Oscar entgegen. Sie wurde für ihre Rolle in Woody Allens «Blue Jasmine» als beste Hauptdarstellerin geehrt. Die 44-Jährige setzte sich gegen Amy Adams («American Hustle»), Sandra Bullock («Gravity»), Meryl Streep («Im August in Osage County») und Judi Dench («Philomena») durch.

Die Trophäe für den besten Hauptdarsteller ging an Matthew McConaughey, der für seine Rolle als Aidskranker in «Dallas Buyers Club» mehr als 20 Kilogramm abgespeckt hatte. Der 44-Jährige setzte sich gegen Christian Bale («American Hustle»), Bruce Dern («Nebraska»), Leonardo DiCaprio («The Wolf of Wall Street») und Chiwetel Ejiofor («12 Years a Slave») durch.

Das Drama «Dallas Buyers Club» des Kanadiers Jean-Marc Vallée wurde mit zwei weiteren Oscars ausgezeichnet: Für die beste männliche Nebenrolle – Jared Leto als Transvestit – und für das beste Make-up. Leto setzte sich damit gegen Konkurrenten wie den deutsch-irischen Schauspieler Michael Fassbender durch, der für seine Rolle in «12 Years a Slave» nominiert war.

«American Hustle» als Verlierer

Grosser Verlierer war die Gaunerkomödie «American Hustle», die trotz zehn Nominierungen leer ausging. Der Oscar für den besten nicht-englischsprachigen Film ging an «La Grande Bellezza» des Italieners Paolo Sorrentino – es war der elfte Auslands-Oscar für Italien. Bester Animationsfilm wurde «Frozen».

Der Oscar ist der begehrteste Filmpreis der Welt. Im vergangenen Jahr hatte Ben Afflecks Politdrama «Argo» die Auszeichnung als bester Film des Jahres gewonnen.

(ale/sda)

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