Mutiertes Virus aus Wengen: 120 Schüler und ihre Familien wegen 2 Kindern in Quarantäne
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Mutiertes Virus aus Wengen120 Schüler und ihre Familien wegen 2 Kindern in Quarantäne

In Bremgarten BE müssen 120 Schüler und deren Eltern in Quarantäne. Dies wegen zwei Kindern, die sich in Wengen mit dem mutierten Virus angesteckt haben.

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120 Schülerinnen und Schüler aus Bremgarten BE befinden sich derzeit in Quarantäne. Auch deren Eltern und Geschwister müssen Zuhause bleiben.

120 Schülerinnen und Schüler aus Bremgarten BE befinden sich derzeit in Quarantäne. Auch deren Eltern und Geschwister müssen Zuhause bleiben.

Symbolbild/Kirchner-Media
Zwei Kinder hatten sich in Wengen mit dem mutierten Virus infiziert. 

Zwei Kinder hatten sich in Wengen mit dem mutierten Virus infiziert.

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Wie viele Personen aus Bremgarten BE sich insgesamt in Quarantäne befinden, ist derzeit unklar.

Wie viele Personen aus Bremgarten BE sich insgesamt in Quarantäne befinden, ist derzeit unklar.

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Darum gehts

  • Eine Familie aus Bremgarten BE hat sich in Wengen mit der Virus-Mutation B117 angesteckt.

  • Weil die Kinder bereits die Schule besucht hatten, müssen nun alle Mitschüler und deren Eltern in Quarantäne.

  • Auf diese Weise, soll die Ausbreitung des Virus in der Gemeinde verhindert werden.

In einer Berner Primarschule in Bremgarten BE wurden zwei Schulkinder positiv auf das mutierte Coronavirus B117 getestet. Nach Angaben des Gemeindepräsident Andreas Schwab haben sich die Kinder in Wengen mit der mutierten Version des Coronavirus angesteckt. Aufgrund der verschärften Quarantäneregelung bei Verdacht auf das Virus-Mutation aus Grossbritannien müssen im Kanton Bern neu neben den engen Kontaktpersonen der Infizierten auch jene Leute in Quarantäne, die engen Kontakt zu einer Kontaktperson hatten. Dies bedeutet in diesem Fall, dass zwei ganze Schulklassen, deren Eltern und Geschwister sowie auch die betroffenen Lehrpersonen in Quarantäne müssen. Auch die Tagesschule ist betroffen.

«Insgesamt müssen 120 Kinder in Quarantäne. Der Grossteil davon ist aus der Unterstufe und aus dem Kindergarten», sagt Gemeindepräsident Schwab zu 20 Minuten. Wie viele Personen sich insgesamt in Quarantäne befinden, kann Schwab nicht beantworten. Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, halten wir uns an die Anweisungen des Kantonsarztamts», sagt Schwab.

«Eine der ersten Gemeinden»

Betroffene Familien wurden mittels eines Briefes über den Vorfall informiert. «Anscheinend ist Bremgarten eine der ersten Gemeinden, in denen eine Schule von dem mutierten Virus betroffen ist. Unverzüglich wurden die erforderlichen Massnahmen ergriffen», schreibt die Bremgartner Gemeinderätin Brigit Baumberger in einem Brief an die Eltern. Die betroffenen Familien wurden darauf von der Schule und dem Kantonsarztamt über die verordnete Quarantäne informiert.

«Alle Familienmitglieder der beiden betroffenen Klassen müssen sich ab sofort bis und mit dem 24. Januar 2021 in Quarantäne begeben», so Baumberger. Neben den beiden Schulklassen ist auch die Tagesschule betroffen, in denen sich die erkrankten Kinder am vergangenen Montag und Dienstag aufgehalten hatten. Dort müssen jedoch nicht alle Kinder in Quarantäne, da sich die betroffenen Kinder gemäss Hygienekonzept nur in einer kleinen Gruppe aufhielten.

Ganze Familien in Quarantäne

«Es ist wirklich verrückt, wie viele Personen wegen einer Familie in Quarantäne müssen», sagt ein Leser aus Bremgarten. Dieser befindet sich aufgrund des Vorfalls mit seiner ganzen Familie in Quarantäne. «Ich habe ausgerechnet, dass sich derzeit wohl über 200 Personen aus Bremgarten in Quarantäne befinden», so der Leser. Dieser befürchtet, dass sich das das mutierte Coronavirus B117 nun in der Gemeinde und im Kanton ausbreiten könnte: «Die betroffenen Kinder waren noch drei Tage in der Schule, bis das mutierte Virus festgestellt wurde. Das Risiko, dass sich das Virus in der Zwischenzeit weiterverbreitet hat, ist meines Erachtens relativ gross.»

Die neuen Quarantäneregeln könnten laut dem Leser für einige Firmen zur Herausforderung werden: In meinem Beruf ist die verordnete Quarantäne kein Problem. Aber ich weiss von Elternteilen, die beispielsweise als Handwerker arbeiten. Die fehlen dem Betrieb natürlich.»

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Hier findest du Hilfe:

BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00

Dureschnufe.ch, Plattform für psychische Gesundheit rund um Corona

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Tel. 147

(RC)

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