Aktualisiert 05.08.2008 21:32

Sensation125 000 Exemplare einer Gorilla-Art entdeckt

Tief in den Wäldern der Republik Kongo leben mehr als 125 000 Gorillas, die bisher in keinem Bestandesverzeichnis geführt wurden. Somit gebe es mehr als doppelt so viele Westliche Flachlandgorillas als bislang angenommen.

«Das ist eine sehr bedeutsame Entdeckung», sagte die zu einem Forscherteam gehörende Biologin Emma Stokes gestern an einer Fachkonferenz in Edinburgh. «Sie wurden bisher nicht registriert, weil sie in sehr entlegenen Gebieten leben, die kaum zugänglich sind.» Dabei handelt es sich um zwei waldreiche Regionen im Norden der Republik Kongo. Die neue Studie wurde von der Wildlife Conservation Society in New York und der kongolesischen Regierung vorgenommen. Der Biologe Craig Stanford von der University of South Carolina sprach von einer «guten Nachricht, wie wir sie beim Schutz sehr gefährdeter Tiere selten bekommen». Die neuen Bestandesergebnisse müssten aber noch in weiteren Untersuchungen bestätigt werden.

Der Westliche Flachlandgorilla ist eine von vier Unterarten des Gorillas, die alle als akut gefährdet eingestuft werden. Bislang wurde geschätzt, dass es nur noch weniger als 100 000 Tiere dieser Unterart gibt.

Stokes warnte, dass die neue Bestandesschätzung nicht dazu verleiten dürfe, die Erhaltung des Gorillas nun als gesichert zu betrachten. Die Menschenaffen seien weiterhin bedroht. «Ebola kann in kurzer Zeit Tausende ausrotten», sagte die Biologin.

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