Aktualisiert 17.03.2020 10:58

Riesiges Fifa-Turnier

128 Fussballclubs gamen gegen das Coronavirus

Ein kleiner Verein lässt sich vom Coronavirus nicht entmutigen und organisiert unter dem Hashtag #UltimateQuaranTeam ein Fifa-Turnier. Auch Topclubs machen mit.

von
nih
1 / 3
Leyton Orient, ein Club aus der viertklassigen Football League Two, bringt Licht in die Dunkelheit und sorgt für Live-Fussball, zumindest ein wenig.

Leyton Orient, ein Club aus der viertklassigen Football League Two, bringt Licht in die Dunkelheit und sorgt für Live-Fussball, zumindest ein wenig.

kein Anbieter/Instagram
So organisiert der Club ein Fifa 20-Turnier. Ursprünglich waren 64 Teilnehmer angedacht. Doch die Idee stiess auf so grosses Interesse, dass Leyton das Teilnehmerfeld vergrössern musste.

So organisiert der Club ein Fifa 20-Turnier. Ursprünglich waren 64 Teilnehmer angedacht. Doch die Idee stiess auf so grosses Interesse, dass Leyton das Teilnehmerfeld vergrössern musste.

kein Anbieter/Instagram
128 Teams aus aller Welt machen nun mit. Auch der FC Sion will sich den Spass nicht entgehen lassen.

128 Teams aus aller Welt machen nun mit. Auch der FC Sion will sich den Spass nicht entgehen lassen.

kein Anbieter/Twitter

Live-Fussball geniessen? Momentan nahezu unmöglich. Schuld daran ist die Coronavirus-Pandemie. In den grossen Ligen Europas ruht der Ball. Es sind gar ganze Teams in Quarantäne. Real Madrid und Juventus Turin sind nur zwei Beispiele. Und auch in der Schweiz wird kein Fussball gespielt, ja, nicht mal trainiert wird bis Ende April. Nicht jeder Club will sich davon aber unterkriegen lassen. Leyton Orient etwa. Der britische Club aus der viertklassigen League Two bringt Licht in die Dunkelheit und sorgt für Live-Fussball, zumindest ein wenig.

So organisiert der Club aus dem Londoner Osten ein Fifa 20-Turnier mit 128 Mannschaften. Clubs aus aller Welt machen mit. Manchester City nimmt teil, Brentford, Derby County, Queens Park Rangers und Birmingham City. Aber es sind nicht nur Teams von der Insel: Auch die AS Roma, der Hamburger SV, Salzburg, AZ Alkmaar, Benfica Lissabon und Celta Vigo wollen sich den Spass nicht entgehen lassen. Selbst ein Schweizer Club tritt im Fifa-20-Turnier an: der FC Sion.

Die Regeln sind eindeutig: Jeder Club muss sich selbst spielen. Auch darf kein Verein einen Spieler von ausserhalb anheuern. So muss es sich beim Gamer um einen Spieler der ersten Mannschaft handeln oder sonst um einen Angestellten des Clubs. Wer gegen wen spielt, wird ausgelost. Gespielt wird in einem K.-o.-System.

Aus 64 Teilnehmern wurden 128

Wie es dazu kam? Angefangen hat alles mit einem Tweet. Unter Verwendung des Hashtags #UltimateQuaranTeam ermutigte Leyton Orient interessierte Clubs sich dem Event anzuschliessen. Geplant war zu diesem Zeitpunkt noch ein Turnier mit 64 Mannschaften. Da das Interesse aber immer grösser wurde, reagierte Leyton, vergrösserte das Teilnehmerfeld.

Luke Lambourne, Medienmanager bei Leyton Orient, sagt gegenüber «SunSport», dass er überrascht vom Interesse gewesen sei. «Anfangs dachten wir, dass 64 Teilnehmer schon schwierig zu erreichen sind. Aber 128? Unglaublich.» Und weiter: «Da derzeit kein Fussball läuft, wollten wir unseren Fans etwas zeigen. Sodass sie sich nicht langweilen.» Wer das Turnier gewinnt, ist für Lambourne klar. So antwortet er auf die entsprechende Frage: «Leyton Orient natürlich.»

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.