Aktualisiert 11.08.2007 14:51

13-Jährige stirbt bei Genitalverstümmelung

Obwohl in Ägypten die Beschneidung von Mädchen seit zehn Jahren verboten ist, starb im Nil-Delta eine 13-Jährige wegen dieser martialischen Tradition.

Das Mädchen sei von seinem Vater zur Beschneidung zum Arzt gebracht worden, gestorben sei es an den Folgen der Narkose, berichtete die unabhängige Tageszeitung «El Masri el Jom» am Samstag.

Der Fall sei von einem anderen Mediziner aufgedeckt worden, den der Vater des Mädchens um einen Totenschein gebeten habe. Die Arztpraxis sei geschlossen worden, der Arzt und der Vater des verstorbenen Mädchens würden befragt.

Gesundheitsminister Hatem el Gabali forderte, dass der Arzt künftig nicht mehr praktizieren dürfe. Er berief sich auf einen Erlass vom 28. Juni, der die Genitalverstümmelung bei Strafandrohung «definitiv» verbietet.

Bereits Ende Juni war eine Zwölfjährige in Oberägypten an den Folgen ihrer Beschneidung gestorben. Offiziell ist die Genitalverstümmelung von Mädchen in Ägypten bereits seit zehn Jahren verboten, im Jahr 2000 waren aber laut Studien 97 Prozent aller verheirateten Ägypterinnen beschnitten.

(sda)

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