Aktualisiert 11.06.2008 09:01

Burma13 Jahre Hausarrest für Oppositionschefin: Alles legal

Das Militärregime in Burma hat den Hausarrest für Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi offiziell um ein weiteres Jahr verlängert. Verteidigt wurde die Massnahme mit dem Argument, das sei im Gesetz so vorgesehen.

In einem Kommentar der staatlichen Zeitung «New Light of Burma» am Mittwoch hiess es, nach einem Gesetz von 1975 seien Inhaftierungen bis zu einer Länge von sechs Jahren erlaubt. Suu Kyis Nationale Liga für Demokratie und internationale Kritiker hatten erklärt, die Junta könne die Oppositionsführerin legal nur fünf Jahre lang festhalten.

Suu Kyi hat mehr als zwölf der vergangenen 18 Jahre unter Hausarrest verbracht. Am 27. Mai wurde die Massnahme offiziell um ein weiteres Jahr verlängert. Burma wird seit 1962 autokratisch von Generälen regiert. Suu Kyis NLD gewann 1990 eine Parlamentswahl, die Militärregierung hat den Sieg jedoch nie anerkannt und die Demokratiebewegung blutig niedergeschlagen. (dapd)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.