Kalifornien: 13 Tote bei Crash mit SUV und LKW – Verdacht auf Menschenhandel
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Kalifornien13 Tote bei Crash mit SUV und LKW – Verdacht auf Menschenhandel

Im Grenzgebiet zwischen den USA und Mexiko kollidierten am Dienstag zwei Fahrzeuge, wobei 13 Menschen getötet wurden. In einem der Fahrzeuge sassen fast dreimal so viele Personen, als zugelassen waren.

Darum gehts

  • In Kalifornien sind bei einer Kollision zweier Fahrzeuge 13 Menschen ums Leben gekommen.

  • In einem der Fahrzeuge sollen 25 Menschen gesessen sein – obwohl es für maximal neun zugelassen war.

  • Bei den Insassen handelte es sich möglicherweise um illegale Einwanderer oder Erntehelfer.

Bei einem Unfall mit einer Geländelimousine sind in Kalifornien 13 Menschen getötet worden. In einem Fahrzeug hätten vermutlich 25 Personen gesessen, als es mit einem Sattelschlepper zusammengestossen sei, sagte Verkehrspolizeichef Omar Watson am Dienstag, Zwölf Menschen seien sofort tot gewesen, eine weitere Person sei im Krankenhaus gestorben.

Der Unfall ereignete sich gemäss «CNN» im Imperial County, das nur etwa 15 Kilometer von der mexikanischen Grenze entfernt liegt. Das Krankenhaus in El Centro, nahe der mexikanischen Grenze, hatte zunächst von 27 Insassen und 15 Toten gesprochen. Mehrere Verletzte hätten in andere Hospitäler geflogen werden müssen. Drei kamen auf Intensivstationen.

Waren es illegale Einwanderer?

Nun wird spekuliert, ob im überfüllten SUV illegale Einwanderer oder Erntehelfer sassen. So seien die mittleren Sitze im Auto entfernt worden, damit mehr Leute in den Geländewagen passen. Als die Polizei eintraf, liefen einzelne verletzte Insassen vom Unfallort weg. Bei den Opfern handelt es sich laut Angaben mexikanischer Behörden um Staatsbürger Mexikos. Die amerikanischen Behörden haben dies laut Angaben der «New York Times» noch nicht bestätigt. Weiter gibt die Zeitung an, dass unter den Opfern und Verletzten Jugendliche wie auch mindestens ein 65-jähriger Mann gewesen seien.

Nach Polizeiangaben war der Wagen für acht bis neun Personen zugelassen. «Es ist offensichtlich, dass das Fahrzeug nicht für eine solch grosse Menge Passagiere zugelassen war», erklärte der zuständige Chefbeamte gegenüber CNN. «Es ist tragisch, dass so viele Menschen im Fahrzeug zusammengepfercht waren. Denn so waren nicht genügend Sicherheitsvorkehrungen vorhanden, um die Passagiere sicher im Fahrzeug zu halten.»

Toten im Alter von 20 bis 55 Jahren

Die Geländelimousine war am Morgen (Ortszeit) an einer Kreuzung 160 Kilometer östlich von San Diego direkt vor den Sattelschlepper mit Kies gefahren, der ihr in die rechte Seite krachte und sie offenbar von der Strasse schob. Die Verletzten sind in einem Alter von 16 bis 55 Jahren, die Toten im Alter von 20 bis 55 Jahren.

Mehrere Insassen wurden herausgeschleudert. Der Fahrer des Lastwagens erlitt leichte Verletzungen. Warum so viele Menschen in dem Unglücksauto sassen, konnten die Behörden zunächst nicht sagen.

Trauerst du oder trauert jemand, den du kennst?

Hier findest du Hilfe:

Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirche

Muslimische Seelsorge, Tel. 043 205 21 29

Lifewith.ch, für betroffene Geschwister

Verein Regenbogen, Hilfe für trauernde Familien

Pro Juventute, Tel. 147

(dpa/her)

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