Aktualisiert 11.06.2015 13:06

Stinkbombe

13 Schüler wegen Streich im Krankenhaus

Böser Abschluss-Streich: Unbekannte haben in Solingen eine Stinkbombe in ein Klassenzimmer geworfen. Diverse Schüler mussten behandelt werden.

von
isa/dpa
Es ist nicht das erste Mal, dass eine Schule wegen massiven Gestanks geräumt werden muss: Am 25.03.2015 verschüttete ein Unbekannter in Mannheim Schwefelsäure. Rund 40 Schüler und Lehrer mussten unter anderem wegen Atembeschwerden medizinisch betreut werden.

Es ist nicht das erste Mal, dass eine Schule wegen massiven Gestanks geräumt werden muss: Am 25.03.2015 verschüttete ein Unbekannter in Mannheim Schwefelsäure. Rund 40 Schüler und Lehrer mussten unter anderem wegen Atembeschwerden medizinisch betreut werden.

Nach einer Stinkbomben-Attacke an der Hauptschule Krahenhöhe in Solingen in Nordrhein-Westfalen klagten am Donnerstagmorgen diverse Schüler über Übelkeit und Atembeschwerden. 13 Schüler mussten ins Krankenhaus gebracht werden, die anderen wurden von Notärzten versorgt.

Die Feuerwehr vermutet, dass Schüler eine Stinkbombe mit Buttersäure in ein Klassenzimmer geworfen hatten. Die genaue Zusammensetzung des Stoffes ist noch unklar. Buttersäure ist Butansäure und riecht nach Erbrochenem und ranziger Butter.

Gegen die Schüler wird ermittelt

Der Streich fand am letzten Schultag der Abschlussklasse statt. Die Schule wurde vorzeitig geschlossen. Rund 80 Rettungskräfte und sechs Ärzte mussten aufgeboten werden. Die Schule wurde komplett geräumt und bleibt wegen des Gestanks auch am Freitag zu.

Für die Schüler dürfte der Streich ein Nachspiel haben: Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung. Derzeit werden in der Schule Proben genommen und im Labor untersucht.

Es ist nicht das erste Mal, dass eine Stinkbombe oder andere ätzende Flüssigkeiten in einer Schule für sorgt: Im März mussten in Wuppertal 24 Schüler wegen Buttersäure ins Krankenhaus. Im gleichen Monat verschüttete ein Unbekannter in Mannheim Schwefelsäure und mussten rund 40 Schüler und Lehrer medizinisch betreut werden. Zuletzt wurden Ende April in Düren vier Grundschüler verletzt, als sie in der Pause mit einer Stinkbombe spielten.

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