Jemen: 131 Tote bei Luftangriff auf Hochzeitsfeier
Aktualisiert

Jemen131 Tote bei Luftangriff auf Hochzeitsfeier

Zeugen berichten von einem verheerendem Angriff in Jemen. Unter den Todesopfern sollen sich auch Kinder befinden.

von
nab
Bei einer Hochzeitsfeier starben mindestens 40 Gaste: Kartenausschnitt der betroffenen Stadt Mocha. (26. September 2015)

Bei einer Hochzeitsfeier starben mindestens 40 Gaste: Kartenausschnitt der betroffenen Stadt Mocha. (26. September 2015)

Bei einem Raketenangriff auf eine Hochzeitsgesellschaft im Jemen sind deutlich mehr Menschen ums Leben gekommen als zunächst bekannt. Sanitäter im Spital von Makbana sprachen am Dienstag von 131 Toten, nachdem zuvor die Zahl mit 27 angegeben worden war.

Die Opfer stammen aus dem Dorf Al-Wahidscha am Roten Meer, wo Anwohnern zufolge am Montag zwei Raketen während der Hochzeitsfeier in Zelte einschlugen. Es handelt sich um einen der folgenschwersten Angriffe auf Zivilisten im jemenitischen Bürgerkrieg. Die von Saudi-Arabien geführte Allianz hat jede Verantwortung für den Angriff zurückgewiesen und auf örtliche Milizengruppen verwiesen.

Seit März greift die Allianz Stellungen der schiitischen Huthi-Rebellen an. Sie will damit die vom Iran unterstützte Miliz aus der Hauptstadt Sanaa vertreiben und Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi wieder an die Macht verhelfen. Die zunehmende Zahl von zivilen Opfern hat international Besorgnis ausgelöst.

So waren bei einem Luftangriff am Sonntag Augenzeugen zufolge 25 Menschen im Nordwesten des Landes getötet worden. Nach UNO-Angaben sind mindestens 2355 der 4500 im Jemen-Konflikt seit März Getöteten Zivilisten. (nab/afp)

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