Aktualisiert 11.12.2008 16:22

Vor EU-Gipfel14 Terrorverdächtige in Belgien festgenommen

Die belgische Polizei hat unmittelbar vor dem EU-Gipfel in Brüssel 14 Verdächtige mit Verbindungen zur Terrororganisation Al Kaida festgenommen.

Einer der mutmasslichen Islamisten soll nach Angaben der Ermittler einen Selbstmordanschlag vorbereitet haben. Die Festnahmen erfolgten bei nächtlichen Razzien an 16 Orten in Brüssel und Lüttich. Dabei wurden Computer, Datenspeicher und eine Pistole beschlagnahmt.

«Es gab keine andere Möglichkeit, als heute einzugreifen», sagte Staatsanwalt Johan Delmulle. Einer der Verdächtigen habe anscheinend eine sogenanntes Märtyrer-Video mit einer Abschiedsbotschaft aufgenommen. Wo die Anschläge stattfinden sollten, sei noch unklar, sagte Delmulle. Die Verdächtigen seien nach Pakistan und Afghanistan gereist. Möglicherweise sei der Selbstmordanschlag dort geplant worden.

Delmulle sagte weiter, die Ermittlungen hätten mehr als ein Jahr gedauert, weil die Polizei die ganze Gruppe zerschlagen wollte und nicht nur einen Teil davon. «Es war klar, dass wir es mit einer echten Gefahr zu tun hatten», erklärten das Justiz- und das Innenministerium. «Es ist mehr als wahrscheinlich, dass ein Anschlag in Brüssel verhindert wurde.» (dapd)

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