14 Tote und Millionenschäden
Aktualisiert

14 Tote und Millionenschäden

Kurz aber heftig hat das Orkantief Emma über Europa gewütet. Das Unwetter deckte Häuser ab, riss Bauzäune und Verkehrsschilder heraus, machte Strassen unpassierbar und führte zu Stromausfällen.

In Deutschland starben mindestens sechs Menschen durch umgestürzte Bäume oder Unfälle infolge des Unwetters. Je zwei Tote gab es in Tschechien und Polen, vier in Österreich, darunter zwei Touristen aus Deutschland.

Am Sonntag beruhigte sich die Lage. Über das Schadensausmass herrschte zunächst Unklarheit. In Deutschland sprachen Polizei und Feuerwehren aber von Millionenschäden.

Vielerorts in Europa hatte Emma am Samstag Windgeschwindigkeiten von mehr als 120 Kilometern pro Stunde erreicht. Örtlich stürzten gewaltige Regenmengen nieder. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) wurden zwischen Freitagmorgen und Samstagmorgen in Beerfelden im Odenwald 63,6 Liter pro Quadratmeter registriert, auf dem Grossen Arber im Bayerischen Wald 63 Liter.

Kyrill war schlimmer

Das Geschehen sei teils «dramatisch» gewesen, berichtete Jörg Kachelmann vom Wetterdienst Meteomedia. Doch Emma habe nicht so grossflächig gewütet wie Kyrill. Der Orkan hatte im Januar 2007 mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 202 km/h eine Schneise der Verwüstung durch Europa geschlagen. 47 Menschen kamen um.

«Wir haben grosses Glück gehabt, dass der Sturm diesmal auf einen Samstagmorgen fiel», sagte DWD-Meteorologe Helmut Malewski. An einem normalen Arbeitstag wären mehr Menschen unterwegs gewesen. Am Sonntag blieb es noch stürmisch, Unwetterwarnungen gab der DWD aber nur noch für einzelne Höhenlagen heraus.

Deine Meinung