140 Swiss-Stellen weg
Aktualisiert

140 Swiss-Stellen weg

Die Swiss speckt weiter ab. Der neueste Streich der Airline ist die Straffung der Call-Center. Rund 140 Personen verlieren den Job.

Die Swiss schliesst ihre Call-Center in Zürich, Genf und Lugano. Rund 100 Vollzeitstellen gehen verloren. Zudem will die Airline die Ticket-Verkaufsstelle im Berner Hauptbahnhof schliessen. Im Gegenzug soll das Call-Center in Basel um mindestens 10 Stellen ausgebaut werden.

Von dieser Zäsur erwartet Swiss eine Kostensenkung von rund 6 Millionen Franken pro Jahr. Für die Kunden habe die Restrukturierung keine Folgen, teilte die Swiss mit. Buchungen könnten nach wie vor rund um die Uhr in Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch getätigt werden. Die Anrufe werden künftig von der auf solche Dienstleistungen spezialisierten Swiss-Tochter Mindpearl vom Ausland aus übernommen.

Die Gewerkschaften reagierten verärgert. Für den Kaufmännischen Verband (KV) sei dieser Entscheid unverständlich und gefährlich. Dadurch würde die Qualität des Service verschlechtert und die Kundenbindung gefährdet. Zudem wirft der KV der Swiss Wortbruch vor: Die öffentliche Hand gab vor drei Jahren der Swiss Geld, damit Jobs in der Schweiz erhalten werden können. Die Auslagerung von Stellen in diesem Ausmass laufe früheren Zugeständnissen der Swiss klar entgegen.

(AP/SDA)

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