140 Zentimeter Schnee innert fünf Tagen
Aktualisiert

140 Zentimeter Schnee innert fünf Tagen

In der Schweiz jagen sich die Wetterextreme: Nach der Hitzeperiode im Juli hat in Teilen des Hochgebirges schon der Winter Einzug gehalten. In den Glarner Alpen etwa sind seit Anfang August 140 Zentimeter Schnee gefallen.

Am Alpennordhang war die Neuschneedecke oberhalb von rund 3.000 Metern Höhe bis zu einem Meter dick. Der Schnee fiel meist auf Fels oder blankes Eis; Altschnee war nach der Rekordhitze im Juli kaum noch vorhanden. Lokal kam es auch zu frischen Triebschneeablagerungen. Rutsche und kleine Schneebrettlawinen seien vor allem aus steilen Felsplatten und auf Blankeis möglich, warnten die Davoser Lawinenexperten. In triebschneegefüllten Rinnen und Mulden der Hauptniederschlagsgebiete könnten sehr vereinzelt auch kleine Lawinen ausgelöst werden. Dabei müssen Berggänger vor allem auf die Mitreiss- und Absturzgefahr achten, während die Schneemengen nur vereinzelt für eine Verschüttung ausreichen. Hinzu kommen die Gefahr von Wächtenabbrüchen sowie Sturzgefahr auf leicht überschneiten Gletscherspalten. Ab Mittwoch dürfte die Lawinengefahr jedoch rasch wieder zurückgehen. (dapd)

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