143: Männer reden lieber online über ihre Probleme
Aktualisiert

143: Männer reden lieber online über ihre Probleme

Mehr als 41 000 Ratsuchende haben 2004 die Nummer der Dargebotenen Hand Zürich gewählt – so viele wie noch nie. Die Online-Gespräche haben sich gar verdoppelt.

Zwei Drittel der Hilfesuchenden waren im vergangenen Jahr Frauen. Nichts Ungewöhnliches – Männer bereden ihre Probleme ungerne am Telefon. Aber: «Beim Online-Angebot, das seit Ende 2002 besteht, ist der Männeranteil deutlich grösser», so Tony Styger, Leiter der Dargebotenen Hand Zürich. Insgesamt 1000 Personen haben 2004 im Einzelchat oder per E-Mail Hilfe gesucht – 2003 waren es 400.

Während die Anrufer hauptsächlich wegen Einsamkeit und Depression die Nummer 143 wählen, werden online die Probleme direkter angesprochen. «Leute, die sich etwas antun wollen oder sogar Suizidgedanken äussern, sind keine Seltenheit», weiss Styger.

Zum Hörer greifen mehrheitlich Personen über 40 Jahre. Aus den total 41 490 registrierten Anrufen ergaben sich 25 855 effektive Gespräche.

Alexandra Roder

Deine Meinung