Aktualisiert 07.04.2020 08:17

2,9 Prozent Arbeitslose

15- bis 24-Jährige verlieren wegen Corona den Job

Der Lockdown macht sich auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar. Die Zahl der Stellensuchenden in der Schweiz ist letzten Monat gestiegen.

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Die Corona-Krise hat Folgen für die Schweizer Wirtschaft.

Die Corona-Krise hat Folgen für die Schweizer Wirtschaft.

Keystone/Yoshiko Kusano
Gemäss Mitteilung des Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) vom Dienstag liegt die Arbeitslosenquote bei 2,9 Prozent, nachdem sie im Februar noch bei 2,5 Prozent lag.

Gemäss Mitteilung des Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) vom Dienstag liegt die Arbeitslosenquote bei 2,9 Prozent, nachdem sie im Februar noch bei 2,5 Prozent lag.

Keystone/Gaetan Bally
Ende März hatte der Seco-Leiter Boris Zürcher mitgeteilt, dass die Gesuche für Kurzarbeit in die Höhe geschnellt seien.

Ende März hatte der Seco-Leiter Boris Zürcher mitgeteilt, dass die Gesuche für Kurzarbeit in die Höhe geschnellt seien.

Keystone/Alessandro Della Valle

Der Schweizer Arbeitsmarkt trägt im März die ersten Spuren der Corona-Krise. Gemäss Mitteilung des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) vom Dienstag liegt die Arbeitslosenquote bei 2,9 Prozent, nachdem sie im Februar noch bei 2,5 Prozent lag.

Ökonomen hatten im Vorfeld mit solchen Werten gerechnet. Insgesamt waren Ende März 135'624 Personen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) arbeitslos gemeldet. Das waren 17'802 mehr als noch im Vormonat.

Jugendarbeitslosigkeit steigt

Bei den 15- bis 24-Jährigen beziffert das Seco die Arbeitslosigkeit mit 2,8 Prozent, was deutlich über den 2,3 Prozent vom Februar liegt. Bei den älteren Arbeitslosen stieg sie leicht von 2,5 auf 2,7 Prozent an. Die Quote bei den Ausländern erhöhte sich im März auf 5,2 Prozent (4,6 Prozent), bei den Schweizerinnen und Schweizern auf 2,1 Prozent (1,8 Prozent).

Weiter hat das Seco im März 213'897 Stellensuchende gezählt, das waren 23'498 mehr als im Vormonat. Die Zahl der als offen gemeldeten Stellen nahm um 6679 auf 31'472 ab. Davon unterlagen 18'308 Stellen der im Juli 2018 eingeführten Stellenmeldepflicht für Berufsarten mit einer bestimmten Arbeitslosenquote. Seit Januar 2020 gilt neu ein Schwellenwert von 5 Prozent, zuvor lag er noch bei 8 Prozent.

Die Zahl der Menschen, die im Verlauf des Monats Januar 2020 ihr Recht aus Arbeitslosenentschädigung ausgeschöpft haben und ausgesteuert wurden, beziffert das Seco auf 2905.

570'000 Anträge auf Kurzarbeit

Bei der Kurzarbeit liegen zurzeit nur die Januar-Daten vor. Laut Seco waren im Januar 2020 3717 Personen davon betroffen, was gegenüber dem Vormonat Dezember einer Zunahme um gut 13 Prozent entspricht. Die Zahl der betroffenen Betriebe lag bei 178 und damit um 26 über dem Dezember-Wert.

Ende März hatte der Seco-Leiter Boris Zürcher mitgeteilt, dass die Gesuche für Kurzarbeit in die Höhe geschnellt seien. Derzeit lägen dem Seco 570'000 Anträge auf Kurzarbeit vor. Das entspreche rund 11 Prozent der Erwerbstätigen. Die Anträge stammten von 42'000 Unternehmen. Nur einen Tag später bezifferte Wirtschaftsminister Guy Parmelin die Zahlen auf 51'000 Unternehmen und rund 656'000 Erwerbstätige.

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(SDA)
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