15 Hilfswerks-Mitarbeiter in Sri Lanka hingerichtet
Aktualisiert

15 Hilfswerks-Mitarbeiter in Sri Lanka hingerichtet

Im Nordosten Sri Lankas sind 15 Mitarbeiter einer französischen Hilfsorganisation «mit dem Gesicht nach unten - hingerichtet» aufgefunden worden, wie die Organisation feststellt. Wer die Helfer auf dem Gewissen hat, ist unklar.

Die 15 sri-lankischen Mitarbeiter einer französischen Hilfsorganisation sind nach Angaben des Konsortiums der Hilfsorganisationen in Sri Lanka (CHA) «hingerichtet» worden. Unklar ist, wer für die Tat verantwortlich ist.

Der CHA-Vorsitzende Jeevan Thiagarajah sagte am Sonntagabend, die Tsunami-Helfer der «Action contre la faim» (Aktion gegen den Hunger) seien in der umkämpften Stadt Mutur in ihrem Büro tot gefunden worden, «mit dem Gesicht nach unten - hingerichtet.»

Der LTTE-nahe Internetdienst Tamilnet bezichtigte die Armee der Tat. Das Verteidigungsministerium wies das zurück. Die Soldaten in Mutur hätten sich Gefechte mit Rebellen geliefert, aber zu keiner Zeit auf Zivilisten geschossen.

Der Generalsekretär von «Action contre la faim», Benoît Miribel, bestätigte den Tod der 15 Mitarbeiter. Die Organisation sei seit ihrer Gründung vor 25 Jahren noch nie «so getroffen worden», sagte er.

Insgesamt seien Hunderte Zivilisten bei den Kämpfen in Muttur ums Leben gekommen. LTTE und Armee machten sich gegenseitig für zivile Opfer verantwortlich.

Die Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) hatten sich am Samstag nach tagelangen Gefechten mit der Armee wieder aus Muttur zurückgezogen. Die Gefechte in der Region dauern aber an. (dapd)

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