Luzern: 15-jähriger durch Laserpointer verletzt
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Luzern15-jähriger durch Laserpointer verletzt

Ein 15-jähriger Luzerner hat wegen eines Laserpointers einen Teil seiner Sehkraft verloren. Sein Arzt fordert jetzt eine bessere Kontrolle oder sogar ein Verbot der gefährlichen Strahler.

von
Markus Fehlmann
Arzt Martin K. Schmid zeigt zwei Laserpointer. (Bild M. Fehlmann

Arzt Martin K. Schmid zeigt zwei Laserpointer. (Bild M. Fehlmann

Der Junge hatte sich den Laserpointer im Internet besorgt. Als er in seinem Zimmer damit eine Lasershow inszenieren wollte, passierte der Unfall: Der Laserstrahl reflektierte im Spiegel und traf die Augen des Jungen, wie «Le Matin» berichtete. «Der Laser verbrannte einen Teil seiner Netzhaut», sagt der behandelnde Arzt, Martin K. Schmid. Er ist Leiter der Netzhautabteilung in der Augenklinik des Luzerner Kantonsspitals und warnt jetzt vor den höchst gefährlichen Laserpointern. Das Problem: Noch bis vor kurzem hatten diese eine unbedenkliche Leistung bis fünf Milliwatt. Mittlerweile sind jedoch Modelle auf dem Markt, die bis zu 1000 Milliwatt stark sind. «Diese können auch auf weite Distanz Augenschäden anrichten oder die Haut verbrennen», so Schmid. Der Reflex der Augen reiche nicht aus, um die Lider rechtzeitig zu schliessen. Laut Schmid sind in letzter Zeit weltweit immer mehr Fälle bekannt geworden, bei denen starke Laserpointer zu Ver­letzungen führten. Er fordert deshalb: «Der Verkauf der ­gefährlichen Strahler muss besser kontrolliert werden – allenfalls braucht es auch ein Verbot.»

Der junge Luzerner hatte Glück im Unglück – es hätte schlimmer kommen können. Auf dem rechten Auge beträgt seine Sehkraft allerdings nur noch 60 bis 80 Prozent.

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