Kein Einzelfall - 15-Jähriger sucht mit USB-Kabel im Penis den Notfall auf
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Kein Einzelfall15-Jähriger sucht mit USB-Kabel im Penis den Notfall auf

Weil er wissen wollte, wie lang sein Glied ist, griff ein 15-jähriger Brite zu einer ungewöhnlichen Massnahme: Er führte ein USB-Kabel in seine Harnröhre ein. Nachmachen sollte man ihm dies unter keinen Umständen.

von
Fee Anabelle Riebeling
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Das Röntgenbild zeigt unmissverständlich, warum ein Brite ins Spital musste: In seinem Innern steckte ein USB-Kabel fest. Dieses hatte sich der 15-Jährige selbst in die Harnröhre geschoben – um herauszufinden, wie lang sein bestes Stück ist.

Das Röntgenbild zeigt unmissverständlich, warum ein Brite ins Spital musste: In seinem Innern steckte ein USB-Kabel fest. Dieses hatte sich der 15-Jährige selbst in die Harnröhre geschoben – um herauszufinden, wie lang sein bestes Stück ist.

Urology Case Reports 2021: Clio Kennedy et al./CC BY-NC-ND 4.0
20 Minuten Triggerwarnung für Bildstrecken auf 20minuten.ch

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Die Ärztinnen und Ärzte mussten den Fremdkörper operativ entfernen. Dafür mussten sie die Region zwischen der Peniswurzel und dem Anus aufschneiden. Der 15-Jährige erholte sich davon gut. 

Die Ärztinnen und Ärzte mussten den Fremdkörper operativ entfernen. Dafür mussten sie die Region zwischen der Peniswurzel und dem Anus aufschneiden. Der 15-Jährige erholte sich davon gut.

Urology Case Reports 2021: Clio Kennedy et al./CC BY-NC-ND 4.0

Darum gehts

  • Dieses Massnehmen ging gründlich schief: Statt ein Lineal anzulegen, schob ein 15-Jähriger ein USB-Kabel in seinen Penis.

  • Dort verhakte sich dieses.

  • Der Gang in den Notfall war unausweichlich.

  • Nur eine Operation konnte das Problem des Jungen lösen.

Den eigenen Körper zu erforschen, gehört zum Erwachsenwerden dazu. Doch manche Erkundungen gehen zu weit. Das zeigt der Fall eines jungen Briten. Die eingehende Beschäftigung mit seinem Penis brachte ihn in die Notaufnahme. Denn um Mass zu nehmen, hatte er – statt zu einem Lineal oder Massband zu greifen – ein verknotetes USB-Kabel zweckentfremdet und dort hineingeschoben, wo es definitiv nicht hingehört: in seine Harnröhre.

Der 15-Jährige hatte zunächst versucht, den Fremdkörper selbst zu entfernen. Doch das schlug fehl. Und nicht nur das: Weil er dabei eine Menge Blut verlor, das sich mit seinem Urin mischte, verschlimmerte sich die Situation auch noch. Der Gang zum Arzt war unausweichlich.

Erste Entfernungsversuche schlugen fehl

Dort präsentierte sich den Medizinerinnen und Medizinern ein erschreckendes Bild: «Die Enden des USB-Kabels ragten aus dem äusseren Harnröhrengang heraus, während der mittlere Teil des verknoteten Kabels in der Harnröhre verblieb», berichten sie im Fachjournal «Urology Case Reports». Abgesehen davon sei der Junge gesund gewesen. «Der Patient war ein ansonsten fitter Junge ohne psychische Störungen.»

Das Team versuchte zunächst, das USB-Kabel mittels einer sogenannten Zystoskopie – dabei wird ein Metallstab in den Penis geschoben, um das Kabel herauszuziehen – und einer chirurgischen Erweiterung der Harnröhre, zu entfernen. Doch beide Versuche schlugen fehl, da das Kabel verknotet war (siehe Bildstrecke).

Mediziner entfernten schon Nadeln, Drähte und sogar Pistazienschalen

Die Ärztinnen und Ärzte entschieden sich zu einer Operation: Während dieser schnitten sie die Region zwischen der Peniswurzel und dem Anus auf. «Beide Enden des Drahtes wurden erfolgreich durch den äusseren Harnröhrengang herausgezogen», kommentieren sie das Unterfangen. Dem Fallbericht zufolge hat sich der 15-Jährige gut erholt und konnte bald darauf aus dem Spital entlassen werden.

Die Autorinnen und Autoren weisen weiter darauf hin, dass solche Fälle im urologischen Alltag eher ungewöhnlich, aber keineswegs unbekannt sind. «Das Einführen einer Vielzahl von Gegenständen ist gut dokumentiert.» So hätten unter anderem schon Nadeln, Stifte, Eisendrähte und sogar Pistazienschalen entfernt werden müssen. Meist würden die Fälle mit Rauschzuständen, psychischen Störungen und, wie in diesem Fall, mit sexueller Neugier in Verbindung gebracht.

Tatsächlich berichteten Forschende aus den USA erst kürzlich im Fachjournal «Urology Case Reports» von einem 30-Jährigen, der sich aus Experimentierfreude beim Liebesspiel sechs Bohnen in den Penis geschoben hatte. In der Vergangenheit wurden auch immer wieder Fälle bekannt, in denen USB-Kabel derart zweckentfremdet wurden. Etwa der eines 60-jährigen Chinesen und der eines 13-Jährigen aus China.

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