Aktualisiert 27.09.2004 14:55

15 Monate Gefängnis für Handel mit Thai-Pillen

Ein 44-jährigen Mann muss wegen Handels mit über 11 000 Thai-Pillen 15 Monate ins Gefängnis.

Weil er die Berufung ans Zürcher Obergericht zurückzog, wurde das Urteil des Bezirksgerichts Winterthur am Montag rechtskräftig.

Der Asiate kaufte im Frühling 2003 von einer Dealerbande 11 000 Thai-Pillen. Als die Bande aufflog, belasteten ihn die Mitglieder, worauf er vom Bezirksgericht Winterthur wegen Verkaufs von rund 1000 Pillen zu sieben Monaten Gefängnis verurteilt wurde.

Als die Ermittlungsbehörden im Frühling 2004 auf noch grössere Drogenmengen stiessen, erhoben sie zum zweiten Mal Anklage und forderten 15 Monate Gefängnis. Bei der Verhandlung im Juni verweigerte der Asiate jegliche Stellungnahme oder konnte sich nicht mehr erinnern.

Er habe sich einer «innerlichen Reinigung» unterzogen und befasse sich nicht mit weltlichen Dingen, sagte der Angeklagte. Weil er zudem erklärte, keine Thai-Pillen zu konsumieren, gingen die Richter von einer vollen Zurechnungsfähigkeit aus, folgten den Anträgen der Anklage und verurteilten den Mann zu 15 Monaten Gefängnis unbedingt.

Der Asiate ging vorerst in Berufung, zog diese aber zurück, wie das Zürcher Obergericht am Montag mitteilte. Damit ist das Urteil des Bezirksgerichts rechtskräftig.

(sda)

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