Aktualisiert 03.04.2016 13:37

Küssnacht SZ15 übermütige Kälblein stürzten sich in den See

Ungewöhnlicher Einsatz für die Feuerwehr in Küssnacht: 15 Kälber stürzten von einer Weide in den Vierwaldstättersee. Sie waren das erste Mal im Freien gewesen.

von
mme

Seerettung mit Happy End: Vor einigen Tagen musste die Feuerwehr in Küssnacht am Rigi ausrücken, um Kälber aus dem Vierwaldstättersee zu retten. Insgesamt 15 Tiere hatten sich dort laut Angaben der Feuerwehr in den See gestürzt.

«Wir wollten unsere Kälblein, die im Januar geboren wurden, zum allerersten Mal in ihrem Leben auf die Weide lassen», sagt Landwirtin Bernadette Weiss, die den Hof mit ihrem Mann betreibt. Es war der 26. März, der erste richtig schöne Frühlingstag in diesem Jahr. Die Kälblein wurden in Begleitung ihrer Mutterkühe auf die Weide getrieben. Doch die Freude und der Übermut der Jungtiere wurde ihnen zum Verhängnis: «Die Kälblein hatte alle so Freude, dass sie auf dem Weg fortsprangen und ihnen die Mutterkühe nicht sofort folgten. Ohne ihre Mütter waren sie dann völlig orientierungslos liefen einfach weg.»

«Am Anfang hat man natürlich Angst um sein Vieh»

Am Ufer des Vierwaldstättersees stürzten sie sich schliesslich ins Wasser. Landwirt Paul Weiss schlug Alarm. Am Anfang habe man natürlich Angst um sein Vieh, doch dramatisch sei die Situation letztlich dann nicht gewesen, so Bernadette Weiss: «Die Tiere können ja schwimmen. Ausser zwei Kälbern kamen alle wieder von selbst an Land – sie wollten wieder festen Boden unter den Füssen haben.» Zwei Kälber allerdings schwammen in den See hinaus und mussten vom Seerettungsdienst der Stützpunktfeuerwehr Küssnacht mit Hilfe eines Bootes gerettet werden. «Es ist immer schön, wenn man jemanden hat, der einem hilft. Die Feuerwehr darf man wirklich loben, sie war schnell vor Ort.»

Nach ihrem übermütigen Ausflug ins Wasser sind alle Kälber wohlauf. «Sie konnten direkt danach wieder zu den Mutterkühen und auch auf die Weide», so Bernadette Weiss.

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