Indonesien: 150 Kilo-Bombe in letzter Sekunde entschärft
Aktualisiert

Indonesien150 Kilo-Bombe in letzter Sekunde entschärft

Die Polizei in Jakarta hat eine schwere Bombe unter einer Gasleitung nahe einer Kirche gefunden. Offenbar war ein Anschlag während der Karfreitags-Feiern geplant gewesen.

Die Polizei hatte 19 Menschen verhaftet, welche die Beamten schliesslich zu der Bombe geführt hatten.

Die Polizei hatte 19 Menschen verhaftet, welche die Beamten schliesslich zu der Bombe geführt hatten.

Der Fund einer 150 Kilogramm schweren Bombe ausserhalb der Hauptstadt Jakarta hat Indonesien am Donnerstag in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. Die Bombe war unter einer Gasleitung nahe einer Kirche vergraben gewesen.

Sicherheitsminister Djoko Suyanto geht davon aus, dass geplant war, die Bombe bei einem Anschlag während der Karfreitags-Feierlichkeiten zu zünden. «Streitkräfte und Polizei sind in erhöhter Alarmbereitschaft», sagte er. «Wir wollen Sicherheit garantieren.» Die US-Botschaft rief ihre Bürger zur Wachsamkeit auf.

Polizei nimmt 19 Menschen fest

Die Polizei hatte am selben Tag 19 Menschen festgenommen, sechs von ihnen im Zusammenhang mit einer Serie von Anschlägen mit Paketbomben. Diese führten die Beamten schliesslich zu der Bombe nahe der Kirche in der Stadt Serpong, südwestlich von Jakarta. Sie lag nur 100 Meter von der Kirche entfernt, in der 3000 Menschen Platz finden.

Die Paketbomben waren im Vormonat an einen moderaten muslimischen Führer und einen ehemaligen Anti-Terror-Kommandanten geschickt worden, denen die Absender «Sünden gegen den Islam» vorwarfen.

Anschläge durch indonesische Extremisten haben seit dem schweren Attentat in Bali 2002 - damals starben 202 Menschen - 60 weitere Menschenleben gefordert. In den vergangenen Monaten konzentrierten sich die Extremisten, die aus der säkularen 237-Millionen-Einwohner-Nation einen islamischen Staat machen wollen, auf regionale Feinde - wie etwa moderate Muslime, die die Ziele der Extremisten nicht teilen. (dapd)

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