Wahlschweizerin ohne Glück: 1500-m-Weltmeisterin Jamal brach ein
Aktualisiert

Wahlschweizerin ohne Glück1500-m-Weltmeisterin Jamal brach ein

Die mehrheitlich in Lausanne lebende und für Bahrain startende Weltmeisterin Maryam Yusuf Jamal (24) ist im 1500-m-Final von Peking brutal eingebrochen und wurde als Fünfte klassiert. Dies bildet einen unerwarteten Rückschlag in ihrer brillanten Karriere.

Nach dem doping-bedingten Fernbleiben von zwei Russinnen, die in diesem Jahr schon schneller gelaufen sind als Jamal, schien die aus Äthiopien stammende Athletin mit ihrer Saisonbestzeit von 3:59,99 nicht nur auf dem Papier die Stärkste im Feld.

Jamal hielt sich bis zur 900-m-Marke des nicht allzu schnellen Rennens in vierter Position und übernahm bei 1000 m die Spitze. 250 m vor dem Ziel wurde sie von der Kenianerin Nancy Jebet Langat (27) angegriffen und überholt. Jamal blieb ihr auf den Fersen, wollte kontern, aber auf der Zielgeraden verliessen sie ihre Kräfte.

Langat siegte in 4:00,23 vor der Ukrainerin Irina Lischtschinska (4:01,63) und deren Landsfrau Natalja Tobias. Hinter der Britin Lisa Dobriskey lief Jamal als Fünfte in 4:02,71 ein.

Jamal suchte seinerzeit in der Schweiz vergeblich um Asyl nach. Auch in vier anderen Ländern klopfte sie erfolglos an, bis sie zusammen mit ihrem Ehemann vom ölreichen Bahrain eingebürgert wurde. Ihr früherer Name lautete Zenebech Tola.

(si)

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