Aktualisiert 29.10.2007 15:05

16 000 Franken für einen Informatiker

Der Mangel an Computer-Fachleuten treibt bunte Blüten. Eine Aarauer Fima zahlt 16 000 Franken für einen vielversprechenden Programmierer - nur für die Vermittlung.

Vor wenigen Jahren noch belächelt und in ihrer Existenz von indischen Billigakademikern bedroht, fehlen in Europa zehntausende IT-Fachkräfte.

Allein im Aufschwung-Deutschland fehlen die IT-Nerds zu Tausenden. Dies ist das Resultat einer Studie des Branchenverbandes Bitkom. Darin sagen 59 Prozent der Unternehmen, dass der Mangel inzwischen die Produktivität behindere. Und für die nahe Zukunft sehen die Experten keine Entschärfung des Problems, im Gegenteil.

Doch nicht nur deutsche Unternehmen suchen Programmierer wie die berühmte Nadel im Heuhaufen. Auch in der Schweiz herrscht akuter Informatiker-Notstand. Die kleine Aargauer Internet-Firma MySign bietet 16 000 Franken für einen Java-Entwickler - als Vermittlungsgebühr!

Nachdem man seit drei Jahren ohne Erfolg einen Entwickler sucht, habe man sich zu diesem Schritt entschlossen. Zunächst hatte man nur 10 000 Franken geboten. Doch das war offenbar nicht genug. Deshalb hat man jetzt den Betrag noch mal um 6000 Franken erhöht. Noch sei man aber nicht fündig geworden. Java-Entwickler oder solche, die einen kennen, sollen sich also weiterhin melden.

Bedingung für den Erhalt der Vermittlungsprämie ist einzig, dass der oder die Bewerberin die Probezeit von drei Monaten übersteht. Aber bei so wenigen Nadeln im Heuhafen dürfte das ja kein Problem sein.

voi

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