Aktualisiert

Urteil bestätigt16-Jährige vergewaltigt – 30 Monate Haft

Ein 27-jähriger Türke muss laut einem Urteil des Zürcher Obergerichts für 30 Monate hinter Gitter. Der Angeklagte hat in einem Winterthurer Parkhaus eine 16-jährige Schweizerin vergewaltigt.

von
Attila Szenogrady

Der Berufungsprozess gegen den 27-jährigen Türken fand kürzlich unter Ausschluss von Öffentlichkeit und Presse statt. Nun hat das Obergericht in einer Pressemitteilung den Ausgang des Verfahrens mitgeteilt. Demnach wurde der nicht geständige Beschuldigte wegen Vergewaltigung, Ungehorsams gegen amtliche Verfügungen sowie Drogendelikten zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 30 Monaten sowie 500 Franken Busse verurteilt. Von einem weiteren Vorwurf der versuchten Nötigung wurde der Mann freigesprochen.

16-jährige Geschädigte

Mit diesem Entscheid haben die Oberrichter ein erstinstanzliches Urteil des Bezirksgerichts Winterthur vom August 2010 in allen wesentlichen Punkten bestätigt. Demnach hatte der Angeklagte am 8. November 2009 beim Bahnhof Winterthur einer damals 16-jährigen Schweizerin eine Linie Kokain offeriert. Später lockt er die Geschädigte in ein Winterthurer Parkhaus, wo er ihr Zungenküsse gab und ihre Strumpfhosen zerriss. Dann warf er sie zu Boden und vollzog gegen ihren Willen den Geschlechtsverkehr.

Dem Opfer geglaubt

Der verzeigte Beschuldigte beteuerte in der Folge seine Unschuld und erklärte vor beiden Gerichtsinstanzen, dass der Geschlechtsverkehr gar nicht vollzogen worden sei. Die Verteidigung verlangte deshalb einen Freispruch vom Hauptvorwurf. Allerdings vergeblich, da die Richter in beiden Prozessen den belastenden Aussagen des Opfers folgten. Der jungen Frau wurde ein Schmerzensgeld von 10 000 Franken zugesprochen.

Der Angeschuldigte wird aber noch länger als 30 Monate absitzen müssen. So wurde infolge des Schuldspruchs der bedingte Teil einer Vorstrafe widerrufen. Die genaue Länge der zusätzlichen Sanktion ist der Pressemitteilung allerdings nicht zu entnehmen.

Ebenfalls ist noch nicht bekannt, ob der Verurteilte den umstrittenen Fall weiterziehen wird.

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