Münchenstein BL - 16-Jähriger mit Stichwunde gefunden – nun wird gegen ihn ermittelt
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Münchenstein BL16-Jähriger mit Stichwunde gefunden – nun wird gegen ihn ermittelt

Im August wurde beim Gymnasium Münchenstein ein verletzter Jugendlicher aufgefunden. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft Baselland nahmen umgehend Ermittlungen auf, um den Grund für die Stichverletzung zu klären – und ermitteln nun gegen den 16-Jährigen selbst.

von
Seline Bietenhard
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Am 16. August kam es beim Gymnasium Münchenstein BL zu einem Polizeieinsatz.

Am 16. August kam es beim Gymnasium Münchenstein BL zu einem Polizeieinsatz.

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Laut einem Schüler wurde eine Person verletzt. Teile des Areals wurden abgesperrt.

Laut einem Schüler wurde eine Person verletzt. Teile des Areals wurden abgesperrt.

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Die Polizei Basel-Landschaft bestätigte einen Einsatz.

Die Polizei Basel-Landschaft bestätigte einen Einsatz.

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Am 16. August fand die Polizei Baselland einen 16-jährigen Jugendlichen mit einer Stichverletzung in der Bauchgegend im Park des Gymnasiums Münchenstein auf, nachdem ein entsprechender Notruf eingegangen war. Der junge Mann wurde vor Ort medizinisch versorgt und anschliessend ins Spital gebracht. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft Baselland leiteten umgehende Ermittlungen ein, um die Ursache zu klären.

Doch nun teilte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit, dass laut den aktuellen Untersuchungsergebnissen davon ausgegangen wird, dass sich der 16-Jährige seine Verletzung selber beigebracht haben soll. Ebenso habe er den gegen ihn geführten Angriff frei erfunden, heisst es weiter. Die Staatsanwaltschaft wird die Strafuntersuchung und das Verfahren einstellen.

Laut Michael Lutz, Kommunikationsbeauftragter der Staatsanwaltschaft, müsse nun von Amtes wegen ein Verfahren gegen den Jugendlichen eröffnet werden. «Die Jugendanwaltschaft wird ein Verfahren wegen Irreführung der Rechtspflege eröffnen», so Lutz. Dort würde dann auch der Grund der Selbstverletzung des Jugendlichen thematisiert werden. Lutz äusserte sich gegenüber 20 Minuten nicht zu einem möglichen Motiv des 16-Jährigen, da es für das nun geschlossene Verfahren nicht relevant war.

Bist du oder ist jemand, den du kennst, von sexualisierter, häuslicher, psychischer oder anderer Gewalt betroffen?

Hier findest du Hilfe:

Polizei nach Kanton

Beratungsstellen der Opferhilfe Schweiz

Lilli.ch, Onlineberatung für Jugendliche

Frauenhäuser in der Schweiz und Liechtenstein

Zwüschehalt, Schutzhäuser für Männer

Agredis, Gewaltberatung von Mann zu Mann, Tel. 078 744 88 88

LGBT+ Helpline, Tel. 0800 133 133

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

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