Aktualisiert 16.12.2019 12:48

Wolhusen LU

16-Jähriger nach Explosion im künstlichen Koma

Der Teenager, der bei einer Explosion mit Sprengstoff schwer verletzt wurde, konnte noch nicht zum Vorfall befragt werden. Er liegt im künstlichen Koma.

von
mme
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Der bei einer Explosion verunfallte Jugendliche (16) begann kürzlich eine Lehre als Polymech.

Der bei einer Explosion verunfallte Jugendliche (16) begann kürzlich eine Lehre als Polymech.

In einem Zweifamilienhaus in Wolhusen LU wurde er am Samstag bei einer Explosion in einer Wohnung schwer verletzt.

In einem Zweifamilienhaus in Wolhusen LU wurde er am Samstag bei einer Explosion in einer Wohnung schwer verletzt.

Leser-Reporter
In diesem Haus am Spitalring dürfte sich die Explosion ereignet haben.

In diesem Haus am Spitalring dürfte sich die Explosion ereignet haben.

Anwohner sahen einen Feuerball aus einer Wohnung in Wolhusen LU steigen und hörten einen lauten Knall: Dabei wurde ein 16-jähriger Sprengsatz-Bastler schwer verletzt. Der Jugendliche konnte aufgrund seines Gesundheitszustandes noch nicht einvernommen werden, wie das Zentralschweizer Online-Portal Zentralplus schreibt. Er wurde ins künstliche Koma versetzt.

Wie es um seinen Gesundheitszustand steht, konnte die Polizei am Montag nicht beurteilen. «Um die Unfallursache klären zu können, ist seine Einvernahme natürlich wichtig. Angesichts der schweren Verletzungen steht die Befragung aber aktuell nicht im Vordergrund», sagte Christian Bertschi, Kommunikationschef der Luzerner Polizei.

Hat er die Explosion selbst verursacht?

Noch ist nicht klar, unter welchen Umständen sich die Explosion am Samstag ereignet hat. Bertschi sagt aber: «Es ist naheliegend, dass er selber etwas getan hat, das zur Explosion führte. Doch der Unfall könnte auch andere Ursachen haben wie zum Beispiel einen technischen Defekt.»

Sollte sich bei den Ermittlungen herausstellen, dass der Jugendliche für den Unfall verantwortlich war, muss er sich wohl strafrechtlich dafür verantworten, schrieb das Portal weiter.

Der verunfallte Jugendliche war bekannt für seine Faszination für Sprengkörper. In einer nahen Kiesgrube soll er wiederholt damit experimentiert haben. In seiner Wohnung fand die Polizei ein ganzes Arsenal von diversen pyrotechnischen Gegenständen, gebastelten Sprengmitteln und unbekannten Substanzen.

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