Dentaler Irrtum: 16 Zähne gezogen: Saftiger Schadenersatz
Aktualisiert

Dentaler Irrtum16 Zähne gezogen: Saftiger Schadenersatz

Aus drei mach 16: Aufgrund eines Missverständnisses wurden bei einer 28-jährigen Amerikanerin alle Zähne des Oberkiefers entfernt. Die Schadenersatzklage des Opfers fruchtete - jetzt könnte sich die Patientin gleich eine 25-fache Zahnsanierungen leisten.

von
rre

Dass Elisabeth Smith nach ihrem Eingriff vor drei Jahren bei der Sexton Dental Clinic in Florence, South Carolina (USA), sich nur noch mit Zischlauten verständigen kann, hätte sie sich nicht im Traum einfallen lassen. Doch genau dieser Albtraum wurde für die 28-Jährige zur grausamen Realität: Wenn sie spricht, hält sie sich die Hand vor den Mund und an das Einnehmen fester Nahrung ist für sie schon lange nicht mehr zu denken.

Doch wie kam es zu diesem Fauxpas? Als Smith 2006 die renommierte Zahnklinik aufsuchte, sollten ihr zur Fixierung eines Zahnersatzes drei Zähne des Oberkiefers gezogen werden. Damit war die Patientin einverstanden. Doch aus drei wurden 16 - inklusive der drei Zähne, die ohnehin entfernt werden sollten. Nach der Behandlung fehlten der Frau sämtliche Beisserchen des Oberkiefers. «Ein Irrtum», wie die Verteidigung der verklagten Dentalklinik während eines Gerichtsverfahrens beteuerte. Aus einem noch ungeklärten Grund sollen missverständliche Informationen in der Patientendatei zur Fehlbehandlung geführt haben.

Nach der Anhörung beider Seiten entschied das Gericht, Smiths Schadenersatzforderung in Höhe von umgerechnet 2,1 Millionen Schweizer Franken stattzugeben. Finanzielle Mittel, mit deren Hilfe sich die 28-Jährige theoretisch eine 25-fachen Zahnsanierung ihres Oberkiefers leisten könnte.

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