160 Einbrüche geklärt
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160 Einbrüche geklärt

Eine zehnköpfige Diebesbande hat im Kanton Bern wahrscheinlich über 160 Einbrüche und Einbruchsversuche begangen und dabei Beute im Wert von rund 380 000 Franken gemacht.

Die Polizei hat zehn dringend verdächtigte Personen angehalten. Die Männer im Alter zwischen 21 und 38 Jahren stammen aus Serbien-Montenegro, Mazedonien, Kroatien und dem Kosovo. Sie werden verdächtigt, in anderen Kantonen ebenfalls Delikte verübt zu haben, wie das Untersuchungsamt Bern-Mittelland und die Kantonspolizei Bern am Mittwoch mitteilten.

In unterschiedlicher Zusammensetzung begingen die Mitglieder der Gruppe in der Regel mehrere Einbruchdiebstähle pro Nacht. Rund 65 Fälle betrafen die Region Bern, 55 die Stadt Bern und 15 den Oberaargau. Die restlichen Delikte verteilten sich auf die Regionen Seeland, Berner Oberland und Emmental.

Die Beute bestand aus Bargeld, Schmuck, elektronischen Geräten und Kleidern. Ein Teil der Beute konnte bei Hausdurchsuchungen sichergestellt werden. Die Diebe brachen mehrheitlich in kleinere Gewerbebetriebe ein. Der angerichtete Sachschaden wird auf 190 000 Franken geschätzt.

Ein mutmasslicher Haupttäter befindet sich im vorzeitigen Strafvollzug, zwei Personen sind noch in Untersuchungshaft, ein Mann ist flüchtig.

Die Polizei kam der Diebesbande dank Hinweisen aus der Bevölkerung auf die Schliche. Mitte August 2003 hielt die Polizei einen Mann an, der kurz zuvor zwei Einbrüche in Gewerbebetrieben begangen hatte. Umfangreiche Ermittlungen führten schliesslich zu den weiteren Mitgliedern der Gruppe.

(sda)

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