Olympische Spiele: 160’000 Kondome für Athletinnen und Athleten
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Safer Sex bei Olympia160’000 Kondome für Athletinnen und Athleten – aber bitte Abstand halten

Die Olympia-Organisatorinnen und -Organisatoren in Japan legen unzählige Kondome für die Sportlerinnen und Sportler bereit. Aufgrund von Corona erfolgt aber die Bitte, diese nicht zu nutzen und stattdessen mit nach Hause zu nehmen.

von
Sophie Klein
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In 45 Tagen starten die Olympischen Spiele in Japan. Die Bevölkerung steht den Spielen skeptisch gegenüber und plädiert schon lange zur Absage. 

In 45 Tagen starten die Olympischen Spiele in Japan. Die Bevölkerung steht den Spielen skeptisch gegenüber und plädiert schon lange zur Absage.

REUTERS
Hygienekonzepte und Massnahmen sind den heutigen Zeiten wichtiger denn je. Daher gilt überall die Maskenpflicht. 

Hygienekonzepte und Massnahmen sind den heutigen Zeiten wichtiger denn je. Daher gilt überall die Maskenpflicht.

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Deshalb wird für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer noch einmal alles in einem 33-seitigen Regelbuch ganz detailliert und genau festgehalten. 

Deshalb wird für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer noch einmal alles in einem 33-seitigen Regelbuch ganz detailliert und genau festgehalten.

Screenshot: Playbook IOK

Darum gehts

  • Die Organisatorinnen und -Organisatoren der Olympischen Spiele in Japan verteilten 160’000 Kondome an die Olympionikinnen und Olympioniken.

  • Aufgrund der Corona-Pandemie bitten sie die Athletinnen und Athleten jedoch auf die Benutzung zu verzichten und das Social Distancing einzuhalten.

  • Die Sportlerinnen und Sportler dürfen die unbenutzten Kondome aber gerne behalten und auch nach Hause nehmen.

Am 23. Juli beginnen in Tokio die Olympischen Spiele. Das Thema ist ein heisses Pflaster, zumal viele Kritikerinnen und Kritiker innerhalb des Landes für eine Absage der Spiele sind. Doch die Verantwortlichen wollen ihre Pläne durchziehen. Allerdings mit einem weiteren Fauxpas. Denn die Organisatorinnen und Organisatoren handeln teils widersprüchlich, so wie dieses Beispiel zeigt.

Dass im Olympischen Dorf Kondome verteilt werden, ist eigentlich nicht Neues. 1988 wurden erstmals Verhütungsmittel verteilt – damals um die HIV-Prävention zu unterstützen. Seither ist es beinahe Tradition den Olympioniken Kondome frei zur Verfügung zu stellen. Auch die Organisatorinnen und Organisatoren der Spiele in Japan gingen dieser Tradition nach und verteilen 160’000 Kondome an die Sportlerinnen und Sportler.

Bei 11’000 Athleten, sind das rund 14 Kondome pro Person. Was die Organisatorinnen und Organisatoren jedoch scheinbar nicht bedenken, ist die aktuelle Pandemie mit ihren strengen Hygienemassnahmen und Regelungen. Denn nun folgt der Knaller: Zwar erhalten alle Sportlerinnen und Sportler Kondome. Sie sollen sie aber im Olympischen Dorf keinesfalls nutzen, da man hier stark auf Hygiene und Social Distancing achtet. Und mehr noch: Die Verantwortlichen legen noch einen drauf und betonen, dass die bereits ausgehändigten Kondome zwar nicht im Olympischen Dorf gebraucht werden dürften, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sie aber gerne mit in ihr Heimatland nehmen dürften.

33-seitiges Regelwerk für Sportlerinnen und Sportler

Bereits im Februar veröffentlichten die Verantwortlichen ein 33-seitiges Regelbuch, in dem es um die strikten Vorschriften zu Zeiten der Pandemie geht. In diesem Buch wurden Verhaltensweisen geschildert, die Kommissäre und Staff bei ihrer Einreise nach Japan und ihrem Aufenthalt befolgen müssen, um das Risiko einer Corona-Infektion zu minimieren. Neben den bekannten Massnahmen, wie den Umgang mit anderen Personen auf ein Minimum zu reduzieren und physische Kontakte wie Umarmungen und Handshakes zu unterlassen.

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