Aktualisiert 19.10.2004 21:26

168 Schweizer erlebten Horrorflug nach Antalya

Wegen einer Heizungspanne erlebten die Schweizer Passagiere einer Boeing der türkischen Airline MNG letzten Sonntag einen Albtraum.

«Die Passagiere haben gebetet, gesungen oder geschrien – wir hatten mit dem Leben abgeschlossen», sagte gestern Peter Bigler (61) aus Kehrsatz BE, der mit seiner Frau Käthi (61) und Tochter Evelyne (30) an Bord war.

Was ist passiert? 40 Minuten vor der Landung in Antalya stieg das Heizungssystem der Boeing 737 aus. Es wurde eiskalt und aus dem Kondenswasser bildete sich Eisschnee. «Die Passagiere hatten weisse Köpfe und teils sah man wegen des Eisschnees gar nichts mehr», so Bigler. Plötzlich hätte es auch noch geknallt – denn die Innenverkleidung der Maschine begann sich wegen des Eisdampfes zu lösen. Bigler: «Die Crew hat uns nicht einmal informiert, was los ist.» Die Maschine konnte schliesslich in Antalya landen, wo Feuerwehr und Ambulanz warteten.

«Für die Passagiere bestand keine Gefahr», versicherte Kadir Ugur von der Reiseagentur BenTour, welche die Maschine gechartert hatte. Weil sich die Feriengäste nun weigern, am Samstag mit MNG nach Zürich zurückzukehren, wird die türkische Airline Sun Express den Rückflug übernehmen. Zudem wird ihnen ein Ferientag vergütet. Denn: Die Touristen konnten schon in Kloten wegen eines Motorschadens an der Maschine erst am Sonntag statt am Samstag abfliegen – sie wurden ins Novotel einquartiert. Ugur: «Es war ein Pech nach dem andern.»

Cornelia Stauffer

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