17 Festnahmen bei Aktion gegen Schwarzarbeit
Aktualisiert

17 Festnahmen bei Aktion gegen Schwarzarbeit

Bei einer Kontrolle gegen Schwarzarbeit im Kanton Zug hat die Polizei 17 Männer einer Baufirma festgenommen.

Darunter war auch der ausländische Firmenchef, wie die Behörden am Freitag mitteilten. Neun waren illegal im Land, zwei weitere polizeilich gesucht. Privat- und Geschäftsräumlichkeiten wurden durchsucht.

Bereits Ende Februar 2008 wurden zwei Ausländer festgenommen, die ohne Bewilligung bei einer Zuger Baufirma arbeiteten. Nach umfangreichen Ermittlungen schlug die Polizei am 15. Mai in einer koordinierten Aktion bei der Firma zu. In Cham, Zug und Steinhausen wurden insgesamt 17 Ausländer auf der Fahrt zu verschiedenen Baustellen angehalten. Unter ihnen befand sich auch der Chef der Firma. Es handelt sich dabei um einen 24-jährigen Mazedonier, der seit längerem in der Schweiz wohnhaft ist, wie die Polizei auf Anfrage erklärte. Es folgten verschiedene Hausdurchsuchungen in Privat- und Geschäftsräumlichkeiten.

Die 17 Verhafteten im Alter zwischen 20 und 41 Jahren stammen laut Polizei aus Serbien, Mazedonien, Kosovo, Montenegro und der Türkei. Neun von ihnen wurden dem Amt für Migration übergeben, weil sie sich illegal in der Schweiz aufhielten. Zwei weitere waren polizeilich ausgeschrieben und wurden deshalb an andere Polizeikorps überstellt. Sechs in der Schweiz wohnhafte Personen, darunter auch der Firmenchef, wurden wieder entlassen. Die Auswertung der sichergestellten Daten muss laut Polizei nun zeigen, in welchem Umfang Beiträge an AHV/IV sowie Vorsorge nicht abgerechnet wurden. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Zug eröffnete ein Strafverfahren. Weitere Aktionen gegen Schwarzarbeit seien geplant, schreibt die Polizei. (dapd)

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