Aktualisiert 12.11.2009 14:13

Übeltäter gefunden

17-Jähriger stellt sich nach Spielabbruch

Die Suche nach dem Hauptübeltäter für den Spielabbruch bei der Partie Zug - ZSC Lions ist beendet. Ein 17-Jähriger hat gestanden, den Rauchtopf angezündet zu haben.

Wie die Medienstelle der Zuger Strafverfolgungsbehörden am Dienstag mitteilte, sei der Übeltäter für den Spielabbruch am Freitag gefunden worden.

Der junge Mann habe sich am Dienstag zusammen mit seinem Anwalt persönlich bei der Zuger Polizei gemeldet, heisst es. Er gab zu, kurz nach Spielbeginn einen mit Rauchpulver gefüllten Plastiksack angezündet zu haben. Bei der Einvernahme sagte der Jugendliche laut Mitteilung, er habe das Pulver anzünden wollen, «damit ein bisschen Action aufkommt». Er habe nicht gewollt, dass es zu einem Spielabbruch komme und es tue ihm sehr leid.

In den Unterhosen ins Stadion geschmuggelt

Das Rauchpulver hatte er zuvor zusammen mit einigen Kollegen in kleinere Portionen abgepackt, in den Unterhosen versteckt und an den stadioneigenen Sicherheitskontrollen vorbeigeschleust. Der 17-Jährige wurde angezeigt und wird sich vor der Jugendanwaltschaft an seinem Wohnort im Kanton Zürich verantworten müssen. Die Stadtpolizei Zürich, der Sicherheitsdienst des ZSC und die Zuger Polizei hatten nach dem Vorfall intensive Ermittlungen aufgenommen, wobei auch der Jugendliche in Verdacht geraten war. Das Spiel hatte, kaum war das erste Bully gespielt, unterbrochen werden müssen, weil der Rauch für zu schlechte Sichtverhältnisse gesorgt hatte. Nach dem Unterbruch entschied das Schiedsrichtertrio, die Partie abzubrechen.

(dapd)

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