Keine Lust auf Ferien: 17 Schweizer Costa-Passagiere sind zurück
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Keine Lust auf Ferien17 Schweizer Costa-Passagiere sind zurück

Knapp 200 «Costa Allegra»-Passagiere haben es auf den Seychellen nicht ausgehalten und sind abgereist. Auch 17 Schweizer sind bereits wieder zu Hause.

Die ersten Schweizer Passagiere des vor den Seychellen havarierten Kreuzfahrtschiffes «Costa Allegra» sind in ihre Heimat zurückgekehrt. Mindestens 17 von insgesamt 90 Touristen aus der Schweiz landeten am Freitag in Zürich. Weitere Schweizer kamen in Paris an.

71 Kreuzfahrtpassagiere und eine Reiseleiterin sind Kunden des Anbieters Reisecenter Plus in Urdorf ZH, wie die «NZZ» am Freitag schrieb. 17 von ihnen wurden auf dem Flughafen Zürich von Reisecenter Plus nach dessen Angaben in Empfang genommen.

Die Reederei Costa Crociere hatte allen Passagieren angeboten, während der Dauer ihrer gebuchten Reise ihre Ferien nun auf den Seychellen zu verbringen.

Andernfalls erhalten sie zusätzlich zu den sowieso rückerstatteten Reisekosten plus demselben Betrag als Entschädigung für die Unannehmlichkeiten ausserdem einen Gutschein für eine neue Kreuzfahrt desselben Wertes, wie Christine Bucher, Geschäftsführerin von Reisecenter Plus, der Nachrichtenagentur SDA am Freitag sagte.

Knapp 200 Passagiere der «Costa Allegra» waren am Donnerstagabend in ihre Heimat aufgebrochen. Sie seien mit drei gecharterten Maschinen der italienischen Gesellschaft Neos gestartet, sagte der Chef der zivilen Luftfahrtbehörde der Seychellen, Gilbert Faure.

Insgesamt waren 627 Touristen an Bord des italienischen Kreuzfahrtschiffes, das nach einem Feuer im Maschinenraum seit Montag manövrierunfähig war. Das Schiff war am Donnerstagmorgen auf die Seychellen-Hauptinsel Mahé geschleppt worden.

Mehrheit bleibt auf Seychellen

Die meisten Passagiere haben sich unterdessen entschieden, weiter auf den Seychellen Urlaub zu machen. Sie wurden von der Reederei Costa Crociere in Luxushotels auf den Nachbarinseln Praslin, La Digue, Silhouette und Cerf gebracht. Dort wollen sie sich von den Strapazen der verunglückten Seereise erholen.

Da gerade auf den Seychellen die dreitägigen Karnevalsfeierlichkeiten beginnen, sei es sehr schwer gewesen, Zimmer für die Touristen aus 25 Ländern zu finden, sagte der Chef der örtlichen Tourismusbehörde Alain St. Ange. Deshalb wurden fast alle auf anderen Inseln untergebracht.

Bei den Hotels handelt es sich um Luxusresorts wie das «Raffles Praslin» und das «Cerf Island Resort», die Zimmerpreise zwischen 400 und 2000 Euro pro Nacht nehmen.

Was nach der Havarie mit der «Costa Allegra» geschieht, ist nach Angaben der Genueser Reederei noch offen. Das Schiff gehört der Reederei Costa Crociere, deren Kreuzfahrtschiff «Costa Concordia» im Januar vor der italienischen Insel Giglio mit mehr als 4000 Menschen an Bord gekentert war. Bei dem Unglück starben mindestens 25 Menschen, mehrere werden noch vermisst.

(VIdeo:YouTube/euronews) (sda)

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