170 Millionen abgelehnt – Mbappé-Wechsel wird zur Schlammschlacht
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Irrer Transfer-Endspurt?170 Millionen abgelehnt – Mbappé-Wechsel wird zum Krimi

Das diesjährige Transferfenster sorgt für Furore. Zahlreiche Topspieler wechseln die Seite. Was kann in den letzten Tagen noch passieren?

von
Sven Forster
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Wechselt Kylian Mbappé noch in diesem Sommer den Verein? 

Wechselt Kylian Mbappé noch in diesem Sommer den Verein?

AFP
Real Madrid soll ein Angebot über 170 Millionen Franken abgegeben haben.

Real Madrid soll ein Angebot über 170 Millionen Franken abgegeben haben.

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Messi-Club PSG hat das Angebot aber abgelehnt. Im nächsten Sommer ist Mbappé ablösefrei. 

Messi-Club PSG hat das Angebot aber abgelehnt. Im nächsten Sommer ist Mbappé ablösefrei.

AFP

Darum gehts

  • Es ist ein wilder Transfer-Sommer.

  • Bereits zwei 100-Mio-Wechsel wurden getätigt.

  • Nun bahnen sich noch zwei sehr spektakuläre Transfers an.

Lionel Messi zu PSG, Romelu Lukaku zu Chelsea, Jack Grealish zu Manchester City. Die Topclubs haben in diesem Sommer mit ihren Transfers für viel Furore gesorgt. Nun neigt sich das Transferfenster langsam dem Ende entgegen. In den meisten grossen Ligen schliesst das Fenster am 31. August spätestens um Mitternacht. In Frankreich haben die Clubs bis zum 1. September um 01.00 Uhr Zeit für weitere Wechsel.

Doch was kann nach den zahlreichen Wechseln sowie in finanziell schwierigen Coronazeiten überhaupt noch kommen? Die Antwort: Vieles! PSG könnte mit Kylian Mbappé noch einen Superstar aus seinem Team verlieren – ein Jahr vor Ablauf des Vertrages. Real Madrid gab ein Angebot über rund 170 Millionen Franken für den 22-jährigen Franzosen ab. Die Pariser haben das Angebot abgelehnt.

PSG-Sportdirektor schiesst gegen Real Madrid

Sportdirektor Leonardo dazu: «Wir haben nie die Tür für einen Abgang von Kylian Mbappé geöffnet. Real Madrid hat sich respektlos, inkorrekt, illegal und inakzeptabel verhalten. Wir akzeptieren keine 160 Millionen Euro (rund 170 Millionen Franken).» Der brasilianische PSG-Sportdirektor sagt aber auch: «Kylian Mbappé will zu Real Madrid und wir werden ihm keine Steine in den Weg legen. Wir haben das erste Angebot abgelehnt – wenn er gehen will, dann nur zu unseren finalen Konditionen.» Man habe jedoch aktuell keine Pläne, nochmals mit Real Madrid zu sprechen.

Ein Problem für PSG aus wirtschaftlicher Sicht: Sollten sie Mbappé nicht in diesem Sommer verkaufen, besteht die Chance, dass sie einen der wohl grössten Stars der Zukunft im kommenden Sommer ohne Ablöse verlieren, da sich Mbappé mit einem Wechsel zu Real einen Kindheitstraum erfüllen würde. Die spanische Zeitung «AS» zitiert allerdings einen ranghohen Real-Funktionär wie folgt: «Für (PSG) spielt Geld keine Rolle, und das ist natürlich ein Handicap». Im Klartext: Der Verlust von Mbappé ohne Ablöse kümmert die Scheichs aus Katar, die in Paris das Sagen haben, wenig. Vielmehr will man alle Möglichkeiten nutzen, um das Ziel des Champions-League-Sieges zu verwirklichen. Für dieses grosse Ziel wird PSG wohl auch noch einmal in seinen Kader investieren.

Weg frei für CR7?

Der 22-jährige Mbappé ist aber nicht der einzige Superstar mit einem Vertrag, der im Sommer 2022 ausläuft. Was macht eigentlich Cristiano Ronaldo? Der mehrfache Weltfussballer soll derzeit verschiedene Optionen prüfen. Immer wieder gibt es Gerüchte über einen Wechsel zu PSG, sollte Mbappé tatsächlich in die spanische Hauptstadt wechseln. Messi, Neymar und Ronaldo in einem Team? Es wäre wohl auch aus Marketing-Sicht die spektakulärste Offensive aller Zeiten. Bei Ronaldo ist indes aber ein englisches Team in der Pole-Position, wie diverse Medien berichten. Sein Berater Jorge Mendes habe ihn aktiv beim amtierenden englischen Meister angeboten. Doch Manchester City will die von Juventus Turin verlangte Ablösesumme von rund 27 Millionen Franken für den 36-Jährigen nicht bezahlen – noch nicht. Denn es scheint klar: Die Citizens brauchen für Star-Trainer Pep Guardiola noch einen Stürmer.

Der englische Tottenham-Star Harry Kane, für den City bereit war, rund 200 Millionen Franken zu bezahlen, bleibt in London. Dies hat Kane am Mittwoch selber mitgeteilt: «Ich werde bei Tottenham bleiben und mich zu 100 Prozent auf die Aufgabe fokussieren.» Ist nun also der Weg frei für Ronaldo?

Wie Transfer-Experte Nicolò Schira schreibt, haben die Citizens Ronaldo einen Vertrag bis 2023 angeboten. Die genauen Konditionen sind nicht bekannt.

Im Vergleich zu den Preisen dieser erfahrenen Topstars scheint Supertalent Eduardo Camavinga fast schon ein Schnäppchen zu sein. Der Vertrag des 18-Jährigen läuft ebenfalls 2022 aus – Rennes will es sich aber nicht leisten, ihn ohne Ablöse abzugeben. Angebote um die 30 Millionen Franken würde man in Betracht ziehen. Das ist rund die Hälfte des aktuellen Marktwerts des jungen Mittelfeldspielers. Sowohl Manchester United wie auch Paris Saint-Germain sollen grosses Interesse zeigen.

Welche Nati-Stars wechseln noch?

Auch mehrere Schweizer Nati-Stars stehen noch vor einem Vereinswechsel. Steven Zuber wird die Eintracht aus Frankfurt wohl verlassen. Sein Berater bestätigte vor gut einer Woche seinen Wechselwunsch. Wohin es den Top-Vorlagengeber der EM zieht, ist noch unklar. Zuletzt nicht im Aufgebot bei Bordeaux und dem ehemaligen Nati-Trainer Vladimir Petkovic stand Loris Benito. Sein Vertrag läuft im nächsten Sommer aus und es wäre die letzte Chance für Bordeaux, noch Einnahmen mit Benito zu erlangen.

Wie es bei Denis Zakaria weitergeht, steht noch in den Sternen. Der Mittelfeldspieler von Gladbach wurde schon oft als sicherer Abgang bezeichnet. Nun hat er seinen Berater gewechselt und könnte gar eine Vertragsverlängerung bei Gladbach unterzeichnen.

Die grössten Transfers der Top-Ligen

Zahlreiche Topstars haben die Liga gewechselt. Das sind die Top-Transfers der fünf Top-Ligen, sortiert nach Marktwert der Spieler.

Deutschland

  • Dayot Upamecano von Leipzig zum FC Bayern – 60 Millionen Euro

  • André Silva von Frankfurt zu Leipzig – 45 Mio.

  • Donyell Malen von Eindhoven zu Dortmund – 30 Mio.

  • Josko Gvardiol von Zagreb zu Leipzig – 19 Mio.

  • Mohamed Simakan von Strassburg zu Leipzig – 18 Mio.

England

  • Romelu Lukaku von Inter zu Chelsea – 100 Mio.

  • Jadon Sancho von Dortmund zu Manchester United – 100 Mio.

  • Raphael Varane von Real zu Manchester United – 70 Mio.

  • Jack Grealish von Aston Villa zu Manchester City – 65 Mio.

  • Martin Ödegaard von Real zu Arsenal – 40 Mio.

Italien

  • Tammy Abraham von Chelsea zur AS Rom – 38 Mio.

  • Manuel Locatelli von Sassuolo zu Juventus – 35 Mio.

  • Hakan Calanoglu von Milan zu Inter – 35 Mio.

  • Cristian Romero von Tottenham zu Atalanta 35 Mio.

  • Matteo Politano von Inter zu Neapel – 30 Mio.

Spanien

  • David Alaba von Bayern zu Real Madrid – 55 Mio.

  • Memphis Depay von Lyon zu Barcelona – 45 Mio.

  • Rodrigo de Paul von Udinese zu Atlético – 38 Mio.

  • Matheus Cunha von Hertha zu Atlético – 30 Mio.

  • Emerson Royal von Betis Sevilla zu Barcelona – 25 Mio.

Frankreich

  • Lionel Messi von Barcelona zu PSG – 80 Mio.

  • Achraf Hakimi von Inter zu PSG – 60 Mio.

  • Gianluigi Donnarumma von Milan zu PSG – 60 Mio.

  • Georginio Wijnaldum von Liverpool zu PSG – 30 Mio.

  • Danilo Pereira von Porto zu PSG – 20 Mio.

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