Vulkanausbruch: 18'000 Indonesier fliehen vor Sinabung

Aktualisiert

Vulkanausbruch18'000 Indonesier fliehen vor Sinabung

Seit rund einem Monat hält der Vulkan Sinabung die Menschen auf Sumatra auf Trab. Nun müssen alle Bewohner im Umkreis von 5 km in Notunterkünften untergebracht werden.

Die Aktivität des indonesischen Vulkans ist weiter gestiegen. Tausende Menschen sind bereits in Notunterkünfte geflüchtet. (Video: Reuters)

Aus Furcht vor weiteren Vulkanausbrüchen haben fast 18'000 Bewohner der indonesischen Insel Sumatra ihre Wohnungen verlassen. Zur Massenflucht kam es, nachdem der Katastrophenschutz am Montag die höchste Warnstufe ausgerufen hatte. Tags zuvor hatten sich erst 12'000 Menschen in Sicherheit gebracht.

Der Sinabung hatte am Wochenende Gesteinsbrocken und rot glühende Gasdämpfe bis zu acht Kilometer hoch in die Luft geblasen. Daraufhin wurden alle Anwohner im Umkreis von fünf Kilometern zum Verlassen der Gefahrenzone aufgefordert.

Auch am Montag brach der Vulkan sechs Mal aus, kilometerhohe Aschewolken stiegen in den Himmel. Der Sinabung war im September zum ersten Mal seit drei Jahren ausgebrochen, damals wurden 15'000 Menschen vom Fuss des Berges in Sicherheit gebracht.

Vor zwei Jahren aus 400-jährigem Schlaf erwacht

Der fast 2500 Meter hohe Vulkan war nach 400 Jahren im August 2010 wieder erwacht. Er spie Gas, und Lava floss über den Kraterrand. Dann wurde es ruhiger. Seit September ist er wieder aktiver. Er schleuderte Anfang November eine 7000 Meter hohe Aschefontäne in die Luft.

Der Sinabung ist nur einer von fast 130 aktiven Vulkanen in Indonesien. Der Inselstaat liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, einer geologisch äusserst aktiven Zone, in der es immer wieder teils schwere Vulkanausbrüche und Erdbeben gibt.

Erst vor einer Woche hatte auch einer der aktivsten Vulkane Indonesiens, der Merapi bei Yogyakarta auf der Insel Java, eine Aschefontäne ausgestossen. Er blieb seitdem ruhig. Bei mehrfachen Ausbrüchen des Vulkans Merapi auf der Hauptinsel Java kamen im Jahr 2010 mehr als 350 Menschen ums Leben.

(sda)

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