12.02.2015 05:04

Zirkusspektakel

18'000 Quadratmeter für den Cirque du Soleil

Gigantisch: Damit der Cirque du Soleil überhaupt in Bern auftreten kann, musste zuerst ein entsprechender Platz gebaut werden. Am Donnerstag treffen die ersten Sattelschlepper ein.

von
meo
Für den Cirque du Solei wurden extra 2500 Tonnen auf der Grossen Allmend eingebaut.

Für den Cirque du Solei wurden extra 2500 Tonnen auf der Grossen Allmend eingebaut.

«Das wird einer der grössten Events, der je auf der Grossen Allmend stattgefunden hat», schwärmt Stadtpräsident Alexander Tschäppät. Für die Stadt Bern sei dies schlicht sensationell. Damit der international bekannte und renommierte Cirque du Soleil überhaupt in der Bundesstadt halt machen kann, musste auf der Grossen Allmend ein 18'000 Quadratmeter grosser, temporärer Belag eingebaut werden. «Wir benötigten dafür rund 6500 Kubikmeter Kies und 2500 Tonnen Asphalt-Belag», sagt Kästli-Vorarbeiter Yves Stalder. Aber vor dem Einbau habe man zuerst rund 20 LKW-Ladungen Schnee abtransportieren müssen. Bezahlt wird der Bau des Platzes vom Veranstalter. «Wir haben nur das Areal zur Verfügung gestellt», betont Stapi Tschäppät.

86 Sattelschlepper Material

Bereits am Donnerstag treffen die ersten vier Sattelschlepper und sechs Crew-Mitglieder in Bern ein. Diese werden den Platz für die Zeltbauer markieren. Das ist auch nötig, denn die Ausmasse des «Grand chapiteau» sind gewaltig. «Es gibt sechs Masten, der höchste davon misst 28 Meter», sagt Cirque-du-Soleil-Techniker Alfonso aus Spanien. Das Zelt biete Platz für 2500 Personen.

Doch die «Markierer» mit ihren vier LKWs sind erst die Vorhut: Um das gesamte Material nach Bern zu karren, sind insgesamt 86 Sattelschlepper nötig. Diese werden nächste Woche auf der Allmend erwartet. Zum Vergleich: Die Rolling Stones waren bei ihrem letzten Halt in der Schweiz gerademal mit 17 Sattelschleppern unterwegs. Rund 160 Artisten und Crew-Members begleiten den Tross, der direkt aus London anreist. Für den Aufbau des Jumbo-Zeltes werden jedoch rund 300 Leute benötigt. «Da setzen wir jeweils auf lokale Roadies», so der Techniker.

155 Millionen Zuschauer in 40 Ländern

Premiere der «Kooza»-Show ist am 28. Februar. Sie wird als «Akrobatik-Adrenalinschub in einem Königreich der Narren» beschrieben. Das Berner Gastspiel dauert bis am 29. März und umfasst 37 Vorstellungen. «Rund die Hälfte der Tickets sind bereits weg», sagt PR-Beraterin Catherine Bloch von der Cirque du Soleil-Pressestelle.

Den Cirque du Soleil gibt es seit 1984. Seitdem haben rund 155 Millionen Menschen in mehr als 300 Städten in rund 40 Ländern auf sechs Kontinenten die Vorstellungen besucht. Heute laufen weltweit parallel 18 Shows gleichzeitig. Dafür beschäftigt die Zirkus-Maschinerie weltweit 4000 Mitarbeiter, davon sind 1300 Artisten.

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