Teenager gegen Superstar: 18-Jährige rappt Logic bei seiner Show an die Wand
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Teenager gegen Superstar18-Jährige rappt Logic bei seiner Show an die Wand

Von seinen Grammy-Nominationen liess sich Charlie (18) nicht beeindrucken: Die junge Frau aus dem Publikum hielt in London locker mit Logics Überschall-Rap mit.

von
shy

Vor ihrem Rap hätte Charlie (18) aus dem Publikum gern noch einen Schnaps getrunken, wie sie auf der Bühne sagte. <i>(Video: 20 Minuten)</i>

Rund 10'000 Leute fasst der Konzertsaal des Alexandra Palace in Londons Norden. Ganz so viele scharte Logic (28) am Montagabend zwar nicht vor sich, dafür feierten die Fans den US-Rapper so frenetisch, als wäre die One-off-Show in Englands Hauptstadt ausverkauft.

20 Minuten war Mitten in der Menge und liefert die Highlights des Konzerts, das nur zweieinhalb Wochen vor dem Release von Logics viertem Studioalbum «Young Sinatra IV» am 28. September stattfand.

Verschwitztes Merch für Hardcore-Fan:

In der ersten Reihe kreischen in der Regel die Anhänger, die sich gleich nach der Türöffnung ans vordere Absperrgitter klammern, als hinge ihr Leben davon ab. Die Hingabe eines weiblichen Fans aber schickte ein Staunen und Raunen durch die Halle. Auf Logics Frage, an wie vielen seiner Shows sie schon gewesen sei, antwortete die Amerikanerin: «22!» Der Rapper zückte ohne Umschweife die Bomberjacke, die er zu Beginn des Gigs trug, verpasste ihr ein Autogramm und schenkte sie der jungen Frau als Belohnung für ihre Treue.

Logic live in London: Unterschriebene Jacke

Am Montagabend spielte der US-Rapper Logic live im Londoner Alexandra Palace. Einem Fan, der vorher schon an 22 seiner Shows war, schenkte er seine Bomberjacke – Autogramm inklusive. <i>(Video: 20 Minuten)</i>

Gratis-Merch mit Gratis-Unterschrift – nicht übel. (Video: 20 Minuten)

Nachwuchs-Talent aus Southampton:

Zum Track «Gang Related» während seinen aktuellen «Bobby Tarantino VS Everybody»-Konzerten holt sich Logic jeweils einen Fan zum Mitrappen auf die Bühne. Bevor die 18-jährige Charlie aus Southampton das Überschall-Tempo des Amerikaners praktisch problemlos hielt (wie du oben im Video siehst), fragte sie cool: «Kann ich zuerst noch einen Drink bekommen?» «Was meinst du, Schnaps? Natürlich nicht!», antwortete Logic – und organisierte Charlie stattdessen ein Fläschchen Wasser.

#PositiveVibesOnly:

Passend zu diesem vorbildlichen Verhalten stellte Logic die Show unter das Motto «Love, Peace and Positivity» – jeder sollte sich gut fühlen und niemand sei zu cool, um im Ally Pally (du hast es erraten: der Spitzname des Alexandra Palace) ordentlich durchzudrehen. Ziemlich gefühlsduselig zwar, aber im Grunde ein schöner Gedanke. Als er das Publikum später aufforderte, seine Frage «Wollt ihr nach Hause gehen?» mit einem lauten «Fuck you!» zu beantworten, fragte er sich danach augenzwinkernd: «Verdammt – wo ist dieses Love, Peace and Positivity hin?!»

Alle dreieinhalb Minuten ein neuer Track:

Sechs Mixtapes und mit dem anstehenden «Young Sinatra IV» vier Studioplatten – wie packt man diese Menge Songs in rund eineinhalb Stunden Spielzeit? Ganz einfach: Logic spielte einen gewichtigen Teil der 26 Tracks auf seiner Setlist nur an. Das war gar nicht mal lästig, ausserdem bekamen die Fans so mehr Hooks fürs Ticketgeld und – Monologe, das Rap-Battle mit Charlie und das Unterschreiben der Jacke mal nicht berücksichtigt – etwa alle dreieinhalb Minuten eine neue Nummer geboten.

Logic live in London: Ende mit «Everyday»

Am Montagabend spielte der US-Rapper Logic live im Londoner Alexandra Palace. Zum Abschluss zündete er mit «Everyday» eine Hit-Explosion. <i>(Video: 20 Minuten)</i>

Sein Londoner Konzert beendete Logic mit dem Hit «Everyday». (Video: 20 Minuten)

Reduziertes Line-up, volle Rap-Wucht:

Obwohl er mehrere Tausend Fans vor sich haben sollte, entschied sich Logic für ein platz- und budgetsparendes Bühnen-Setup: Zwei Typen mit Synthesizer und Piano, ein DJ und ein Mic für ihn selbst – mehr brauchte er nicht (abgesehen von Screens, Visuals und CO2-Säulen, natürlich). Diese reduzierte Aufstellung erlaubte es dem Amerikaner dann auch, seine zweifach Grammy-nominierten Sprechgesangs-Skills zu demonstrieren. Logic rappte alles live – das hörte man, das sah man und vor allem: Das fühlte man.

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