Tinder-Date vor Gericht: 18-Jähriger zog Kondom ab während Sex – Freispruch

Aktualisiert

Tinder-Date vor Gericht18-Jähriger zog Kondom ab während Sex – Freispruch

Ein Tinder-Date endete vor Gericht. Ein 18-Jähriger hatte während dem Sex das Kondom abgezogen. Er wurde vom Vorwurf der Schändung freigesprochen.

von
tam
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Ein junger Mann musste sich wegen Schändung vor dem Bezirksgericht Bülach verantworten.

Ein junger Mann musste sich wegen Schändung vor dem Bezirksgericht Bülach verantworten.

Der Beschuldigte hatte mit seinem Tinder-Date einvernehmlichen Sex. Dabei zog er das Kondom ab.

Der Beschuldigte hatte mit seinem Tinder-Date einvernehmlichen Sex. Dabei zog er das Kondom ab.

Keystone/Christian Beutler
Das Gericht sprach den Mann frei, weil der Tatbestand der Schändung nicht erfüllt sei.

Das Gericht sprach den Mann frei, weil der Tatbestand der Schändung nicht erfüllt sei.

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Das Date eines 18-Jährigen mit einer 19-Jährigen endete eineinhalb Jahre später vor Gericht. Sie hatten sich auf der Plattform kennen gelernt und auf dem Üetliberg getroffen. Dann gingen sie zur Wohnung der 19-Jährigen und hatten einvernehmlichen Sex. Dabei entfernte der Mann heimlich das Kondom. Deshalb zeigte ihn die Frau später an.

Am Mittwoch musste sich der Mann wegen Schändung vor dem Bezirksgericht Bülach verantworten, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet. Die Staatsanwaltschaft forderte eine unbedingte Freiheitsstrafe von 14 Monaten. Vor Gericht bestritten die beiden Teenager nicht, dass es einvernehmlicher Sex gewesen war und die 19-Jährige auf einem Kondom bestanden hatte. Umstritten war, ob sie gewusst hatte, dass er das Kondom abgezogen hatte.

Es liegt keine Schändung vor

Der 18-Jährige wurde vom Gericht freigesprochen, obwohl es den Aussagen der Frau zu hundert Prozent glaubte. Die Begründung: Man dürfe jemanden nur für eine Tat bestrafen, die das Gesetz ausdrücklich unter Strafe stelle. Das Entfernen des Kondoms sei lediglich eine Missachtung der Spielregeln beim Sex. Eine Schändung habe nicht vorgelegen. Dem Mann wurden jedoch die Gerichts- und Untersuchungskosten von rund 6000 Franken auferlegt.

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