Aktualisiert 14.09.2016 09:13

Strafgericht BS

18 Jahre für Mord an Prostituierter in Basel

Ein 45-jähriger Portugiese aus Angola muss fast zwei Jahrzehnte hinter Gitter, weil er im Mai 2015 eine Prostituierte in seiner Wohnung mit 37 Messerstichen ermordete.

von
lha
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Vor dem Basler Strafgericht musste sich am 13. September 2016 ein 45-jähriger Angolaner wegen Mordes verantworten. Er soll am 7. Mai 2015 eine Prostituierte in seiner Wohnung mit 37 Messerstichen getötet haben.

Vor dem Basler Strafgericht musste sich am 13. September 2016 ein 45-jähriger Angolaner wegen Mordes verantworten. Er soll am 7. Mai 2015 eine Prostituierte in seiner Wohnung mit 37 Messerstichen getötet haben.

20 Minuten/aj
Tatort Hegenheimerstrasse 66: Hier vergnügte sich der Mann zuerst mit der Frau, dann eskalierte die Situation. Er behauptet die Prostituierte habe einen Mann in seine Wohnung gelassen, der sich im Schrank versteckte und ihn attackierte.

Tatort Hegenheimerstrasse 66: Hier vergnügte sich der Mann zuerst mit der Frau, dann eskalierte die Situation. Er behauptet die Prostituierte habe einen Mann in seine Wohnung gelassen, der sich im Schrank versteckte und ihn attackierte.

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Vor Gericht wirkte die Story mit dem Mann im Schrank wenig glaubwürdig und strapazierte die Geduld des Gerichtspräsidenten in der Hauptverahndlung merklich.

Vor Gericht wirkte die Story mit dem Mann im Schrank wenig glaubwürdig und strapazierte die Geduld des Gerichtspräsidenten in der Hauptverahndlung merklich.

20 Minuten/aj

Der Mann, der in Basel eine Prostituierte mit 37 Messerstichen getötet hat, muss für 18 Jahre hinter Gitter. Das Strafgericht Basel-Stadt hat den 45-jährigen, aus Angola stammenden Portugiesen am Mittwoch des Mordes schuldig befunden.

Mit seinem Strafmass liegt das Gericht nur ein Jahr unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte ihrerseits auf Totschlag plädiert und eine Freiheitsstrafe von vier Jahren und neun Monaten verlangt.

Ereignet hat sich die Tat am 7. Mai 2015 an der Hegenheimerstrasse in Basel. Der Mann hatte sein aus Kamerun stammendes späteres Opfer über eine ihm bekannte Prostituiertenvermittlerin zu sich nach Hause bestellt. Vor dem mehrfachen Sex hatte er Kokain konsumiert und Wodka getrunken.

Täter stellte sich nach Flucht

Nach der Tat flüchtete der Vater von mehreren Kindern über Frankreich nach Marokko. Die Flucht finanzierte er mit Geld, das er sich nach der Tat unter einem Vorwand von einer Betreuerin eines kirchlichen Vereins erschlichen hatte.

Am 3. Juni letzten Jahres stellte er sich der spanischen Polizei und wurde später an die Schweiz ausgeliefert. (lha/sda)

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