Kampfhunde: 18 Kampfhund-Welpen illegal verkauft

Aktualisiert

Kampfhunde18 Kampfhund-Welpen illegal verkauft

Illegal wurden 18 Staffordshire-Welpen an unerfahrene Hundehalter verkauft – laut Experten hoch riskant.

von
Urs-Peter Zwingli
Junge Staffordshire-Welpen: an unerfahrene Hundehalte verkauft.

Junge Staffordshire-Welpen: an unerfahrene Hundehalte verkauft.

Der American Staffordshire Terrier («AmStaff») gilt als anspruchvolle Hunderasse, die bei falscher Erziehung gefährlich werden kann: «Der AmStaff ist ein Hund, der nicht in die Hände von Unferfahrenen kommen darf», sagt Prisca Hollenstein vom Verein Listenhunde-Hilfe Schweiz. «Die Tiere brauchen viel Bewegung und klare Grenzen, sonst werden sie nervös und aggressiv.» Doch diesen Sommer mussten die Behörden bei AmStaff-Züchter Mario R.* in Diepoldsau intervenieren: Er hielt 18 AmStaff-Welpen in beengten Verhältnissen. «Es läuft ein Verfahren wegen Verdachts auf Tierschutzvergehen», sagt Franz Blöchlinger, kantonaler Tierschutzbeauftragter.

18 Welpen wurden nicht beschlagnahmt

Die Hunde seien nicht beschlagnahmt worden. Brisant: Laut Informationen von 20 Minuten sind die 18 Welpen unterdessen verkauft worden – «die meisten an dubiose Leute, die von solchen Hunden keine Ahnung haben oder sie sogar bei Hundekämpfen einsetzen wollen», sagt die Rheintaler Tierschützerin Edith Zellweger. Tatsächlich gab eine überforderte Frau ihren Hund nur wenige Tage nach dem Kauf an den Verein Listenhunde-Hilfe Schweiz ab, der einen neuen Platz für das Tier suchen musste. Mario R.* hat unterdessen die Verfügung erhalten, dass er seine Hunde kastrieren lassen muss.

*Name bekant

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