18 Monate bedingt für Seckelmeister
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18 Monate bedingt für Seckelmeister

Fernand Gerspach (68) hat seine Kollegen acht Jahre lang betrogen.

Dies bekannte der ehemalige Kassier der E. E. Zunft zu Weinleuten gestern vor Gericht. Seit 1999 hatte Gerspach rund 1,3 Mio. Fr. von Zunftkonti in seinen Privatbesitz verschoben – immer mit der Absicht, auf Ende Jahr das Geld zurückzuzahlen, wie er beteuerte. Nun stand der Ex-CVP-Grossrat wegen mehrfacher Veruntreuung und Urkundenfälschung vor Gericht. In der Zunftkasse fehlen rund 800 000 Franken. Doch warum hat acht Jahre lang – trotz jährlicher Revision – niemand den Betrug bemerkt? «Die Revisoren hatten volles Vertrauen in mich», so Gerspach. Seine vorbereiteten «Fantasiedokumente» zum Verbleib des Geldes wollten die Kollegen nie sehen. Gerspach: «Mir fiel jedes Mal ein Stein vom Herzen.» Im März flog Gerspach auf. 140 000 Franken hat er bis jetzt zurückgezahlt. Nun ordnete die Staatsanwaltschaft 18 Monate bedingten Freiheitsentzug auf Bewährung an.

lua

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