Warnung aus Italien: «18 russische Kriegsschiffe und zwei U-Boote im Mittelmeer unterwegs»
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Warnung aus Italien«18 russische Kriegsschiffe und zwei U-Boote im Mittelmeer unterwegs»

Im Mittelmeer herrscht ein grosses Hin und Her. Zurzeit seien dort so viele russische Kriegsschiffe und U-Boote unterwegs wie noch nie. Ein italienischer Admiral macht sich grosse Sorgen darüber. 

von
Karin Leuthold
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Im Mittelmeer sind 18 Kriegsschiffe und zwei U-Boote unterwegs. Das gibt ein italienischer Admiral bekannt.

Im Mittelmeer sind 18 Kriegsschiffe und zwei U-Boote unterwegs. Das gibt ein italienischer Admiral bekannt.

Twitter/NATO MARCOM
Die aktuelle Lage im europäischen Meer sei so kritisch «wie nicht einmal während des Kalten Krieges», meint Admiral Enrico Credendino.

Die aktuelle Lage im europäischen Meer sei so kritisch «wie nicht einmal während des Kalten Krieges», meint Admiral Enrico Credendino.

Twitter/NATO MARCOM
Er macht sich vor allem grosse Sorgen um die Sicherheit seines Landes. «Wenn sich mit Raketen bewaffnete U-Boote an den Grenzen der Hoheitsgewässer befinden, müssen wir sie entdecken und überallhin verfolgen», so Credendino.

Er macht sich vor allem grosse Sorgen um die Sicherheit seines Landes. «Wenn sich mit Raketen bewaffnete U-Boote an den Grenzen der Hoheitsgewässer befinden, müssen wir sie entdecken und überallhin verfolgen», so Credendino.

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Darum gehts

18 russische Kriegsschiffe und zwei U-Boote fahren derzeit im Mittelmeer – so viele wie noch nie. «Die Zahl der U-Boote nimmt ständig zu», warnt der italienische Admiral Enrico Credendino, der seit November Chef des italienischen Marinestabs ist. Die aktuelle Lage im europäischen Meer sei so kritisch «wie nicht einmal während des Kalten Krieges», meint Credendino im Interview mit «Corriere della Sera».  

Das Mittelmeer sei heutzutage «nicht mehr nur das Meer zwischen Europa und Afrika, sondern auch das Meer für den Verkehr von West nach Ost und umgekehrt», sagt der Admiral. Allerdings würde nicht nur Russland, sondern auch die Türkei ihre Flotte im Mittelmeer verstärken. «Das Gleiche gilt für Frankreich, während sich die USA teilweise aus dem Mittelmeerraum zurückgezogen haben, um sich auf den indo-pazifischen Raum zu konzentrieren.» 

Der Italiener macht sich grosse Sorgen um die Sicherheit seines Landes: «Wenn sich mit Raketen bewaffnete U-Boote an den Grenzen der Hoheitsgewässer befinden, müssen wir sie entdecken und überallhin verfolgen», sagt er. Das Mittelmeer sei für Italien mit seinen 8000 Kilometern Küste «ein Gebiet von grossem nationalen Interesse.» Es spiele für das Leben von 20 Millionen Einwohnern und Einwohnerinnen eine zentrale Rolle. «Alles, was dort geschieht, hat Auswirkungen auf das, was an Land geschieht», sagt Credendino.

Das Mittelmeer als Schauplatz für Manöver

Schon vor Beginn des Ukraine-Kriegs hatte Russland Kriegsschiffe im Mittelmeer und im Schwarzen Meer positioniert. Und schon damals warnten Experten in einem Beitrag in der Fachzeitschrift «Naval News», dass Moskau über ein «überwältigendes» Aufgebot an angriffsfähigen Marineeinheiten verfüge. Die erhöhte Aktivitäten Russlands im Mittelmeerraum hätten zum Ziel, mögliche Nato-Streitkräfte abzuwehren, vermuteten die Experten im Februar.

Tatsächlich ist die Nato im Mittelmeer ebenfalls sehr präsent. Dort führen derzeit Schiffe der Standing NATO Maritime Group Two (SNMG2), einem ständigen maritimen Einsatzverband des Verteidigungsbündnisses  nordamerikanischer und europäischer Staaten im Mittelmeer, gemeinsame Übungen mit Schiffen der Japanischen Maritimen Selbstverteidigungsstreitkräfte (JMSDF) durch, wie die Nato auf ihrem Twitter-Account bekannt gibt.  

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